PAPAGEIEN

3/2010 (März)

 

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Nachrichten:

  • Ausbreitung der neuropathischen Drüsenmagendilatation (PDD)
  • Die Brutbiologie der Nachtsittiche
  • Aufruf zur Rettung des Carnabys Weißohr-Rabenkakadus in Australien
  • Lärmende Agaporniden verderben Schmugglerin das Geschäft
  • 12. Papageien-Workshop im Loro Parque auf Teneriffa
  • Behörden beschlagnahmen 1.000 Graupapageien
  • Tagung der AG-AGZ-IG Forpus/Agapornis
  • Aktuelles aus dem Loro Parque

Zucht:

Dr. Matthias Reinschmidt und Dr. David Waugh

Haltung und Zucht des Spix-Aras in der Loro Parque Fundación

Inhalt: 
Am offiziellen Zuchtprogramm zur Erhaltung des Spix-Aras (Cyanopsitta spixii) nehmen derzeit teil: die zoologischen Gärten Loro Parque und São Paulo, die private Lymington Foundation in Brasilien, Al Wabra Wildlife Preservation in Katar sowie ACTP in Berlin. Insgesamt werden 68 Tiere im Zuchtbuch geführt. Ziel des Zuchtprogramms ist, genügend Tiere aufzuziehen, um die Wiederansiedlung des Spix-Aras in seinem natürlichen Habitat durchführen zu können.

Im Loro Parque auf Teneriffa werden seit Anfang der 1980er Jahre Spix-Aras gehalten. Es gab mehrere Brutversuche, und 1992 konnten zwei Jungtiere von Hand aufgezogen werden. Aber nur eines, ein Weibchen, überlebte das erste Jahr (Silva 1993). Mit der Ankunft von Herrn Reinschmidt im Loro Parque hat sich allerdings auch einiges bei den Spix-Aras in der Fundación verändert.


Porträt:

Peter Welcke und Eckhard Lietzow

Der Gelbstirn-Mohrenkopfpapagei

Inhalt: 
Vom Gelbstirn-Mohrenkopfpapagei (Poicephalus flavifrons) wurden zwei Subspezies beschrieben: P. f. flavifrons und P. f. aurantiiceps. Die Validität Letzterer ist aber nicht unumstritten. Forshaw (2006) führt die beiden Unterarten auf, mit dem Hinweis, dass sie sich nur geringfügig unterscheiden. Juniper & Parr (1998) erwähnen, dass die Validität von aurantiiceps zweifelhaft ist, und nach Arndt (2008) wird diese Unterart nicht mehr aufrecht erhalten, da die Farbunterschiede zu gering sind und zudem nicht konstant genug auftreten. Welche weiteren Besonderheiten der Gelbstirn-Mohrenkopfpapagei besitzt können Sie hier lesen.


Taxonomie:

Heinz Schnitker

Neue Erkenntnisse zur Systematik der Papageien (Teil 2)

Inhalt: 
Im Juli 2008 erschien in der Zeitschrift „Molecular Biology and Evolution“ der bisher wohl umfassendste Artikel zu Fragen der Entstehung, Verwandtschaft und Systematik der Papageien (Wright et al. 2008). Untersucht wurden insgesamt 69 Papageienarten, die den weitaus größten Teil der etwas über 80 anerkannten Papageiengattungen repräsentieren. Weitere acht Vogelspezies wurden als Kontrollgruppen hinzugezogen. Dabei wählte man Arten aus, die aufgrund früherer Hypothesen zu den möglichen nächsten Verwandten der Papageien gehören.

Analysiert wurden nicht nur ein oder zwei, sondern jeweils fünf Gensequenzen. Außerdem verglichen die Autoren ihre Ergebnisse zusätzlich mit den wichtigsten Untersuchungen früherer Jahre, deren Ergebnisse sich in vielen Fällen bestätigen ließen (vgl. etwa Miyaki et al. 2005, de Kloet & de Kloet 2005, Astuti et al. 2006, Tavares et al. 2006, Tokita et al. 2007). Damit wurde für diese Studie ein bislang noch nicht gekanntes Ausmaß an Datenmaterial erarbeitet. 


Freileben:

Detlev Franz

Zeckenbefall bei Halsbandsittichen

Inhalt: 2007 und 2008 fand der Autor unter dem Schlafbaum von Halsbandsittichen (Psittacula krameri) in Wiesbaden acht tote Sittiche. Am Kopf von vier dieser Tiere entdeckte ich je eine noch lebende, vollgesogene Zecke. Ob Zecken unseren Papageien gefährlich werden können, wir hier von Herrn Franz erörtert. 


Artenschutz:

Yan E. Persulessy und Klaus Sasse

Neue Untersuchungen zu Status und Population des Molukkenkakadus und anderer Papageien auf Seram

Inhalt: Auf den Molukken-Inseln (Indonesien) leben 28 Papageienarten, eine davon ist der Molukkenkakadu (Cacatua moluccensis). Er gehört zu den als gefährdet eingestuften Spezies. Die letzten Daten zu seiner Populationsgröße und Verbreitung wurden 1998 publiziert. 1970 wurde er noch als örtlich häufig angesehen, in den folgenden Jahren ging der Bestand aufgrund des Fangs für den Handel stark zurück. 1989 wurde der Molukkenkakadu in Anhang I des Washingtoner Artenschutzübereinkommens aufgenommen, seitdem ist der Handel mit Wildfängen weltweit untersagt.

 Ziel des im Folgenden geschilderten Projekts war eine Aktualisierung alten Zahlen und eine Überprüfung des Vorkommens auf den Lease-Inseln. Seit den 1970er Jahren waren Untersuchungen zum Molukkenkakadu ausschließlich auf Seram konzentriert.


Kleinanzeigen:

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Arndt-Verlag
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