PAPAGEIEN

2/2010 (Februar)

 

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Nachrichten:

  • Der NiederRheinPark Plantaria schließt endgültig seine Pforten
  • Schmuggler in Indien verhaftet
  • Kolumbien will die private Haltung wildgefangener Papageien verbieten
  • 8. Tagung der IG Neophema-Nord
  • Die AZ verlässt den BNA
  • Vogeltierärztetagung in Leipzig 2009: Neues aus der Forschung und Praxis der Veterinärmedizin
  • Herbe Verluste bei den Weißohr-Rabenkakadus
  • Der Fonds für bedrohte Papageien freut sich über die anhaltend hohe Spendenbereitschaft
  • Aktuelles aus dem Loro Parque

Zucht:

Rocco Dinger

Haltung und Zucht von Mülleramazonen

Inhalt: 
Die Mülleramazone (Amazona farinosa) ist eine von Züchtern und in zoologischen Einrichtungen eher selten gehaltene Amazone. Sie zieht die Aufmerksamkeit des Betrachters durch ihre stattliche Größe und die durch die weißen Augenringe sehr groß wirkenden Augen auf sich. Ihre Haltung in einer kombinierten Innen- und Außenvoliere, die wegen der zerstörerischen Kraft ihres Schnabels aus Metall bestehen sollte, bereitet kaum Probleme. Der einzige Nachteil dieser robusten Amazonenart ist ihre Lautstärke. Die Nachbarn sollten entweder weit entfernt wohnen oder sehr viel Verständnis für das Hobby Vogelzucht aufbringen.


Zucht:

Kurt Fierens

Der Timor-Rotflügelsittich – eine Rarität in der Vogelhaltung

Inhalt: 
Der Timor-Rotflügelsittich (Aprosmictus jonquillaceus) ist erheblich seltener bei Züchtern zu finden als der Rotflügelsittich (A. erythropterus). Ersterer wurde früher nur in geringen Individuenzahlen importiert, und der Anschaffungspreis war sehr hoch.

Vom Timor-Rotflügelsittich existieren zwei Unterarten. Auf den indonesischen Inseln Timor und Roti lebt die Nominatform, auf der Nachbarinsel Wetar der Wetar-Rotflügelsittich (A. jonquillaceus wetterensis). Die Art besitzt somit ein sehr begrenztes Verbreitungsgebiet. Der nahe verwandte Rotflügelsittich kommt vor allem in Australien sowie in einem relativ kleinen Areal im Süden Neuguineas vor. 


Taxonomie:

Heinz Schnitker

Neue Erkenntnisse zur Systematik der Papageien

Inhalt: 
Im Juli 2008 erschien in der Zeitschrift „Molecular Biology and Evolution“ der bisher wohl umfassendste Artikel zu Fragen der Entstehung, Verwandtschaft und Systematik der Papageien (Wright et al. 2008). Untersucht wurden insgesamt 69 Papageienarten, die den weitaus größten Teil der etwas über 80 anerkannten Papageiengattungen repräsentieren. Weitere acht Vogelspezies wurden als Kontrollgruppen hinzugezogen. Dabei wählte man Arten aus, die aufgrund früherer Hypothesen zu den möglichen nächsten Verwandten der Papageien gehören.

Analysiert wurden nicht nur ein oder zwei, sondern jeweils fünf Gensequenzen. Außerdem verglichen die Autoren ihre Ergebnisse zusätzlich mit den wichtigsten Untersuchungen früherer Jahre, deren Ergebnisse sich in vielen Fällen bestätigen ließen (vgl. etwa Miyaki et al. 2005, de Kloet & de Kloet 2005, Astuti et al. 2006, Tavares et al. 2006, Tokita et al. 2007). Damit wurde für diese Studie ein bislang noch nicht gekanntes Ausmaß an Datenmaterial erarbeitet. 


Reisebericht:

Johann Janßen

Zweite Reise zu den fliegenden Edelsteinen der Südsee – Teil 2

Fortsetzung aus PAPAGEIEN 1/2010

Inhalt: Bei der ersten Polynesienreise im Frühjahr 2006 (siehe PAPAGEIEN 12/06 und 1/07) mussten Bernd-H. Gerischer und Herr Janßen den geplanten Flug zum Marquesas-Archipel aus Zeit- und Kostengründen streichen. Sie beschlossen aber schon damals eine zweite Anreise, um auch die dritte Vini-Art Polynesiens kennenzulernen. Im Frühjahr 2009 setzten Sie den Beschluss in die Tat um.


Freileben:

Dr. Roland Seitre

Der Amazonaspapagei – ein kleiner Vogel im riesigen Amazonasgebiet

Inhalt: Zu den Traumzielen aller Fotografen von Papageien zählt zweifellos das berühmte Tambopata-Forschungszentrum am Fuße der peruanischen Anden. Hier kommt jeder auf seine Kosten, denn die Artenfülle ist beachtlich. Sechs Ara-Arten lassen sich an den nackten Lehmwänden an den Steilufern des Río Tambopata beobachten, darüber hinaus verschiedenen Amazonenarten, Schwarzohrpapageien (Pionus menstruus), Goldwangenpapageien (Pyrilia barrabandi), Gebirgsaras (Primolius couloni) sowie eine große Zahl kleiner Papageien der Gattungen Brotogeris, Aratinga und Pyrrhura. Der Autor hatte den Ehrgeiz, alle dort vorkommenden Spezies der Papageienfamilie zu fotografieren! Sein besonderes Interesse galt aber dem Amazonaspapagei (Nannopsittaca dachilleae). 


Literatur:

Veit Kostka & Marcellus Bürkle (2010): Basisversorgung von Vogelpatienten, Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover, 120 Seiten, 180 Farbfotos und Abbildungen, gebunden, Preis 39,90 Euro.


Kleinanzeigen:

Im Kleinanzeigenteil der Zeitung haben Abonnenten Gelegenheit, kostenlos ihre Papageien anzubieten, zu tauschen oder zu suchen bzw. Kontakt mit anderen Papageienfreunden aufzunehmen. 


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