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Nachrichten:
- Düstere Prognose für die Prachtamazonen in Brasilien
- Der Fonds für bedrohte Papageien freut sich über Ihre Spenden!
- Planierraupen verwüsten den Chaco
- Schwalbensittich in Bedrängnis
- Rekordjahr für den Kakapo
- Die seltene Mutationsform „Rotfalbe“ bei Pennantsittichen
- Studie soll Bestand der Halsbandsittiche klären
- „Vogel 2010“ in Apeldoorn (Niederlande)
- Der Bundesgerichtshof (BGH) fällt erneut Urteil zur Tierhalterhaftung
- Aktuelles aus dem Loro Parque
Haltung:
Jens Hildebrandt
Hyazintharas – Ein Plädoyer für die Haltung nach tiergartenbiologischen Gesichtspunkten
(Teil 2)
Inhalt: Wer Hyazintharas (Anodorhynchus hyacinthinus) hält,
sollte sich glücklich schätzen. Ob die mit einer Länge von bis zu einem
Meter größten Vertreter der insgesamt siebzehn Arten aus vier
Ara-Gattungen sich in Menschenobhut ebenfalls glücklich schätzen, hängt
entscheidend von der Qualität des Haltungssystems ab.
Der „Arara preta“ (Schwarzer Ara), wie ihn die Menschen im Bundesstaat
Bahia nennen, weil er im Gegenlicht und aus der Entfernung gesehen fast
schwarz erscheint, erfordert allein schon deshalb einen pfleglichen
Umgang, weil die Bestände in den Ursprungsgebieten recht klein geworden
sind. So gibt es wahrscheinlich bereits heute mehr Hyazinth-Aras in
Gefangenschaft als im Freiland was ein Grund mehr für die Haltung nach
tiergartenbiologischen Gesichtspunkten sein sollte.
Zucht:
Eva Holanová
Die Zucht des Goldstirnsittichs
Inhalt: Im Jahre 1996 beschloss Frau Holanová, ihren Bestand von australischen Sittichen mit einem südamerikanischen Sittich zu erweitern, und zwar sollte es ein Keilschwanzsittich
(Aratinga) sein. Die Spezies dieser Gattung verkörpern für die
Autorin die typischen Vertreter der südamerikanischen Sittiche. Mit Rücksicht auf
ihr begrenztes Platzangebot und die Nähe von Nachbarn kam für sie nur eine der kleineren
Aratinga-Arten in Frage, die nicht so anspruchsvoll hinsichtlich der Größe des Flugraums und auch nicht so laut sind.
Sie entschied sich für den Goldstirnsittich (Aratinga aurea) mit seiner ansprechenden Färbung und dem markanten orangefarbenen Fleck auf der Stirn und den orangefarbenen Augenringen. Und so zog Ende Sommer 1996 ein Paar Goldstirnsittiche bei
ihr ein, die als Wildfänge importiert worden waren und Frau Holanová von einem Züchter bekam, der seinen Vogelbestand reduzieren wollte.
Wie es dann weiter ging können Sie hier lesen.
Veranstaltungen:
Marion Wiegel
13. Tagung des Fonds für bedrohte Papageien im Vogelpark Walsrode
Inhalt: Zum 20-jährigen Bestehen des „Fonds für bedrohte Papageien“ fand am 26. September 2009 die alljährlich stattfindende Tagung zum zweiten Mal im Vogelpark Walsrode statt. Bereits am Freitagabend fanden sich über 80 Teilnehmer zu einer Führung durch den Park ein. Abends stand das Restaurant „Rosengarten“ für ein erstes Kennenlernen und geselliges Beisammensein zur Verfügung.
Die Tagung am Samstag fand in den Räumlichkeiten der Indoor-Show mitten im Vogelpark statt, und die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, von Freitag bis Sonntag kostenlos den Park zu besuchen. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte René Wüst, der Sprecher des Fonds, einer Arbeitsgruppe der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), die über 180 Anwesenden sowie die Referenten.
Taxonomie:
Jörg Asmus
Die Subspezies des Kongopapageis
Inhalt: In Afrika sind vier Gattungen der Familie Psittacidae vertreten, eine davon ist die Gattung
Poicephalus Swainson mit neun Spezies. Der Kongopapagei, Poicephalus gulielmi (Jardine) gehört gemeinsam mit Kap-Papagei,
P. robustus (Gmelin), und Graukopfpapagei, P. fuscicollis (Kuhl), zu den großen Vertretern der Langflügelpapageien. Derzeit werden drei Subspezies des Kongopapageis allgemein anerkannt, der Status einer vierten Subspezies ist umstritten.
Artenschutz:
Dr. Jörn Theuerkauf, Sophie Rouys & Thorsten Müller
Die Nahrung der Sittiche Neukaledoniens
Inhalt: Seit September 2002 untersuchen
die Autoren die Ökologie von Neukaledonien-Sittichen (Cyanoramphus
saisseti) und Hornsittichen (Eunymphicus cornutus) in Neukaledonien im Südwestpazifik (siehe auch Theuerkauf & Rouys 2003, 2005; Rouys & Theuerkauf 2005). Beide Sittiche sind auf Grande Terre, der Hauptinsel Neukaledoniens, endemisch. Ihre Populationen sind deutlich zurückgegangen, und zwar sind die Hauptursachen die Zerstörung ihres Lebensraums sowie eingeschleppte Säugetiere, denen die Vögel zum Opfer fallen.
Deshalb wird eine langjährige Studie durchgeführt, die zum Ziel hat, die allgemeine Kenntnis der Biologie der Sittiche zu verbessern, die Ursachen für die Gefährdung der Spezies zu klären und Schutzmaßnahmen zu entwickeln.
Über diese Studie wird hier berichtet.
Reisebericht:
Johann Janßen
Zweite Reise zu den fliegenden Edelsteinen der Südsee
Inhalt: Bei der ersten Polynesienreise im Frühjahr 2006 (siehe PAPAGEIEN 12/06 und 1/07) mussten Bernd-H. Gerischer und
Herr Janßen den geplanten Flug zum Marquesas-Archipel aus Zeit- und Kostengründen streichen.
Sie beschlossen aber schon damals eine zweite Anreise, um auch die dritte Vini-Art Polynesiens kennenzulernen. Im Frühjahr 2009 setzten
Sie den Beschluss in die Tat um.
Literatur:
Lars Lepperhoff (2009): Der Ruf des Kongopfaus – Charles und Emy Cordier, den Tieren auf der Spur. Mit einem Vorwort von Dr. Alex Rübel, Direktor Zoo Zürich, Filander-Verlag, Fürth, 266 Seiten, gebunden, 29,90e, ISBN 978-3-930831-71-5.
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