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Zucht: Rosemary Low Zucht von Veilchenloris Inhalt: In den 1970er Jahren wurden viele Papageienarten importiert, die zuvor in der Vogelhaltung nahezu unbekannt waren. An Nachschub mangelte es nicht, und da sich schon bald Bruterfolge einstellten, waren diese sehr begehrten Arten leicht erhältlich. Doch die Zahl der Vögel nahm dann im Laufe der Zeit langsam, aber stetig ab, auch weil das Interesse der Züchter an vielen nun nicht mehr so raren Spezies nachließ, bis Ende der 1990er Jahre kaum noch Tiere übrig waren. So erging es auch dem Veilchenlori (Psitteuteles goldiei), doch glücklicherweise konnte sich sein Bestand in Europa langsam wieder erholen. Veilchenloris sind auf Neuguinea im zentralen Bergland bis in Höhenlagen von 2.600 m verbreitet. Aus meiner Sicht sind sie besonders empfehlenswerte Pfleglinge, da sie klein, ruhig und relativ preisgünstig sind und sich sowohl im Käfig als auch in der Voliere (mit oder ohne Außengehege) bereitwillig fortpflanzen. Was will man mehr? Porträt: Kurt Fierens Der Mohrenkopfpapagei Inhalt: Mohrenkopfpapageien (Poicephalus senegalus) gehören zu den Papageienspezies, die früher in sehr großen Individuenzahlen von Afrika nach Europa exportiert wurden, auch noch zu einer Zeit, als schon recht gute Bruterfolge verzeichnet wurden, die eine Wildentnahme eigentlich überflüssig machten. Erst der Importstopp der Europäischen Union beendete den legalen Handel mit Wildvögeln. Die leichte Verfügbarkeit von Mohrenkopfpapageien hielt den Verkaufspreis auf einem recht moderaten Niveau, so dass die Art auch für die Einsteiger in die Papageienhaltung sehr populär war. Zu dem günstigen Preis gesellte sich noch der Umstand, dass Mohrenkopfpapageien robuste und nicht sehr anspruchsvolle Vögel sind. Zwar besitzen eine sie eine laute und durchdringende Stimme, benutzen sie aber bei weitem nicht so häufig wie beispielsweise viele südamerikanische Sittiche. Praxixtripp: Dr. Matthias Reinschmidt Der Einsatz von Euterkanülen bei der Handaufzucht Inhalt: In der Handaufzucht von Papageien kommen heutzutage bei der Fütterung der Jungvögel in erster Linie Einmalspritzen zum Einsatz, mit denen der Futterbrei direkt in den Schnabel gegeben wird. Je nach Größe der Nestlinge verwendet man unterschiedliche Spritzengrößen, nun besteht aber zusätzlich die Möglichkeit in den ersten Lebenstagen der Jungen zur besseren Dosierung des Futters eine Kanüle auf die Spritze zu setzen, die einen geringeren Durchmesser als der Konus hat und daher die Gabe geringerer Futtermengen erlaubt - die Euterkanüle. Artenschutz: Dr. Roland Seitre Die letzten Puerto-Rico-Amazonen Inhalt: Viele Amazonen der Großen und Kleinen Antillen in der Karibik stehen oder standen kurz vor der Ausrottung oder sind bereits für immer verschwunden. Besonders kritisch gefährdet ist die Puerto-Rico-Amazone (Amazona vittata), von der es gegen Ende des 19. Jahrhunderts fast eine Million Exemplare gab. In den 1930er Jahren waren nur noch etwa 2.000 Tiere übriggeblieben, 1975 war die Gesamtzahl auf 13 Individuen im Freiland geschrumpft. Diese traurige Geschichte des Niedergangs einer Papageienart könnte aber doch noch ein Happy End bekommen. Vogelparks: Karl-Heinz Schallenberg Jardim Botânico und Jardim dos Loiros in Funchal Inhalt: Madeira, die Insel des ewigen Frühlings! Die Inselgruppe Madeira, die zu Portugal gehört, besteht aus der Hauptinsel Madeira, der Insel Porto Santo und zwei unbewohnten kleineren Inselgruppen, die unter Naturschutz stehen. Den Namen „Holzinsel“ (vom portugiesischen „madeira“ = Holz) bekam die Hauptinsel wegen der dichten Wälder, die sie ursprünglich bedeckten. Sie liegt circa 1000 km südwestlich von Lissabon und etwa 700 km westlich der marokkanischen Küste. Dort hatte Herr Schallenberg die Möglichkeit den Jardim Botânico mit dem angegliederten Vogelpark Jardim dos Loiros zu besuchen, die er jedem Pflanzen- und Vogelfreund wärmstens empfehlen möchte. Reisebericht: Michael Moschkowski Im Tal der Papageien – das „Refugio Volcanes“ in Bolivien Inhalt: Am südlichen Rand des Amboró-Nationalparks, einem der vogelreichsten Gebiete der Erde, befindet sich das private Schutzgebiet „Refugio Volcanes“. Es umfasst 282 Hektar und liegt in einer Höhe von etwa 1.000 m bis 1.350 m ü. NN. Hohe Sandsteinfelsen inmitten tropischen Urwaldes ziehen jeden sofort in den Bann. Während seiner Tour durch Paraguay und Bolivien war Herr Moschkowski einige Tage in dieser Region. Reisebericht: Andreas Volkmar Vogelbeobachtungen in Sri Lanka Inhalt: Als Kind vom Vogelvirus befallen und im Alter von 50 Jahren noch immer nicht geheilt, ist Herr Volkmar stets auf der Suche nach neuen Erkenntnissen, die er bei der Haltung seiner Vögel umsetzen kann. Nicht nur Vögel in Volieren zu pflegen und zu züchten, sondern sie auch in ihrem Lebensraum zu beobachten, war schon immer sein großes Anliegen. Seine Reisen führten ihn unter anderem nach Mexiko und in die Dominikanische Republik, Länder mit beeindruckender Tier- und Pflanzenwelt. Da er seit fast 30 Jahren Edelsittiche (Psittacula) züchte, wollte der Autor auch diese Vögel einmal in ihrer Heimat beobachten. Besonders interessierte ihn das Freileben des Blauschwanzedelsittichs (Psittacula calthorpae), die auf Sri Lanka endemisch leben, d. h. sie kommen nur dort in freier Natur vor. Literatur: Engelhard, D., Joseph, D. & T. Wilke (2008): Erste phylogeographische Untersuchungen des australischen Rosa Kakadus Eolophus roseicapillus. Vogelwarte 46: 317-318 Kleinanzeigen: Im Kleinanzeigenteil der Zeitung haben Abonnenten Gelegenheit, kostenlos ihre Papageien anzubieten, zu tauschen oder zu suchen bzw. Kontakt mit anderen Papageienfreunden aufzunehmen. | |||
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