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Zucht: Dr. Matthias Reinschmidt Europäische Erstzucht des Lear-Aras Inhalt: Im November 2006 fand im São Paulo Zoo in Brasilien der erste Workshop für Halter von Spix-Aras (Cyanopsitta spixii) und Lear-Aras (Anodorhynchus leari) statt. Als Kurator der Loro Parque Fundación (LPF) nahm Herr Reinschmidt an dieser Veranstaltung teil. Danach konnte er für die LPF, wie schon lange vereinbart, zwei Paare Lear-Aras aus dem Zoo São Paulo mit nach Spanien nehmen. Die brasilianische Naturschutzbehörde IBAMA ist mit der LPF eine Zuchtgemeinschaft eingegangen, bei der die Tiere im Besitz von IBAMA bleiben. Noch während der mehrwöchigen Quarantänezeit für die Lear-Aras auf Teneriffa hatte er weiterhin die Gelegenheit, im Rahmen einer Produktion des Fernsehsenders ARTE nochmals nach Brasilien zu reisen. Dort besuchten sie das ehemalige Verbreitungsgebiet des Spix-Aras und fuhren anschließend in das nur etwa 200 km entfernte Gebiet, in dem Lear-Aras in Felswänden schlafen und brüten. Diesen Brutfelsen vor Augen, gab der Autor seine konkreten Vorschläge an die Arbeiter des Loro Parque weiter, die für die Lear-Aras Kunstfelsen als Rückwände in die vorgesehenen Volieren bauten. Wie es weiter ging und vor welche Probleme die Lear-Aras Herrn Reinschmidt stellten, können Sie hier lesen. Haltung: Hans Jürgen Geil Ein Zimmer im Haus ist für die Vögel reserviert Inhalt: Zu jeder Papageienzuchtanlage gehört ein Raum, der als Brut- und Aufzuchtstation dient und gleichzeitig gegebenenfalls als Krankenstation oder Quarantäneraum genutzt werden kann, sofern sich nicht gerade andere Tiere darin befinden. Einen Quarantäneraum schreibt der Gesetzgeber vor, er muss also auf jeden Fall vorhanden sein. Herr Geil möchte im Folgenden über die Standardausrüstung eines solchen Zimmers berichten und seine jahrzehntelangen Erfahrungen in diesen Artikel mit einfließen lassen. Haltung: Dr. Dieter Rinke Papageien-Mutationen in Brasilien Inhalt: Während eines achttägigen Besuchs in Brasilien der Vertreter der „Association for the Conservation of Threatened Parrots“, zu denen Herr Rinke gehört, hatten sie die Gelegenheit, einige interessante Papageien-Kollektionen zu besuchen. Highlights waren sicherlich die beiden großen Zoos in São Paulo und Rio de Janeiro, den Megastädten des südamerikanischen Kontinents, aber auch einige kleinere Anlagen haben den Autor sehr beeindruckt. In diesem Beitrag möchte Herr Rinke einige sehr interessante Mutationsformen von Papageienvögeln vorstellen, die es offenbar bisher nur in Brasilien zu sehen gibt. Porträt: Dirk Van den Abeele Das Grünköpfchen und seine Unterarten Inhalt: Von den neun Arten der Gattung Agapornis ist das Grünköpfchen (Agapornis swindernianus) die einzige, von der bis heute nur sehr wenig bekannt ist. Da diese Vögel nie exportiert wurden und es auch noch keine Freilandstudien gab, basiert dieser Artikel auf den Beschreibungen, die Wissenschaftler und Entdeckungsreisende früher publiziert haben und auf den Untersuchungen von Herrn Van den Abeele an Bälgen. Krankheiten: Dr. David Waugh Schutz der Hornsittiche und Neukaledonien-Ziegensittiche Inhalt: Der Hornsittich (Eunymphicus cornutus) und der Neukaledonien-Ziegensittich (Cyanoramphus saisseti) sind endemische Papageien der Hauptinsel Neukaledoniens. Gemäß den Richtlinien der IUCN gelten sie als gefährdet („endangered“) beziehungsweise anfällig („near-threatened“). Die Hauptursachen für den Bestandsrückgang sind der Habitatverlust und eingeschleppte oder eingeführte Tiere, insbesondere Säugetiere wie Ratten oder Katzen. Die Loro Parque Fundación, der Fonds für bedrohte Papageien und andere Sponsoren unterstützen schon seit Jahren die Schutzmaßnahmen von Dr. Jörn Theuerkauf vom Polnischen Museum und Institut für Zoologie in Warschau und Sophie Rouys von Conservation Research New Caledonia bei ihrem Forschungs- und Erhaltungsprojekt, dessen Hauptziel es ist, möglichst viele Daten über die beiden Spezies zu sammeln, um die Schutzmaßnahmen in ihrem natürlichen Lebensraum möglichst effizient gestalten zu können. Mittlerweile liegen Daten aus sieben Jahren vor, über die Herr Waugh hier berichtet. Literatur: Greg Glendell (2008): Papageienschule. Wege zu einem problemfreien Zusammenleben. Ulmer-Verlag, 124 Seiten, 130 Fotos, 24,90 € Kleinanzeigen: Im Kleinanzeigenteil der Zeitung haben Abonnenten Gelegenheit, kostenlos ihre Papageien anzubieten, zu tauschen oder zu suchen bzw. Kontakt mit anderen Papageienfreunden aufzunehmen. | |||
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Arndt-Verlag |