PAPAGEIEN

5/2009 (Mai)

 

PAPAGEIEN bestellen

Das Abo gibt es ab Euro 18,70

 


Nachrichten:

  • Vogelkennzeichnung mit Problemen
  • Große Papageienschau in Achern
  • 13. Tagung des Fonds für bedrohte Papageien im Vogelpark Walsrode
  • Große Sorge bei Papageienfreunden in den USA wegen neuer Gesetzesvorlage
  • Karolinasittich in Honduras entdeckt!
  • Nistkästen für den Weißbrustsittich
  • Aktuelles aus dem Loro Parque
  • Papageienspektakel beim „King of Pop“?
  • Die Grenzen der „grünen Invasion“

Zucht:

Rosemary Low

Der Nacktaugenkakadu

Inhalt: Der Nacktaugenkakadu oder Little Corella (Cacatua sanguinea) hat in der Vogelhaltung nie die hohe Wertschätzung und Popularität der anderen Cacatua-Arten erlangt. Das ist bedauerlich, denn diese Papageien sind ausgesprochen unterhaltsam, wenn sie in einer geräumigen Voliere untergebracht werden, in der sie ihren angeborenen Spieltrieb ausleben können. Die Autorin hat Stunden damit verbracht, Nacktaugenkakadus in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten und sah, wie auch erwachsene Tiere miteinander spielerisch kämpften oder sich mit Objekten beschäftigten. 

Frau Low beschreibt in diesem Artikel die Nacktaugenkakadus, ihre Unterbringung und Zucht in Europa, sowie die Fortpflanzung und Ernährung im Freiland und die Bedeutung von Nacktaugenkakadus als Ernteschädlinge.


Zucht:

Ruud Vonk

Die Zucht der Blaukappenamazone

Inhalt: Die Blaukappenamazone (Amazona finschi) ist benannt nach Dr. Otto Finsch, der sich als Kaufmann, Ethnologe, Ornithologe und Forschungsreisender betätigte. Die Blaukappenamazone ist mit einer Gesamtlänge von etwa 37 cm ein mittelgroßer Vertreter ihrer Gattung. Sie kommt im westlichen Mexiko von Sonora und Chihuahua südwärts über Jalisco bis Oaxaca vor.

Die Geschlechter sind gleich gefärbt, die Grundfärbung des Gefieders ist grün. Zügel, Stirn und vorderer Scheitel bis zu den Augen sind dunkelrot bis weinrot, Oberkopf, Hinterkopf und die Nackenseiten sind bläulich purpurn. Hals und Nacken sind grün, ebenso die Wangen, die einen gelblichen Anflug aufweisen. Lesen Sie hier mehr zur Haltung, Fütterung und Zucht der Blaukappenamazonen.


Haltung:

Norbert Ziesmann

Das Poicephalus-Erhaltungszuchtprojekt (PEP)

Inhalt: Am 2. und 3. August 2008 trafen sich in Isernhagen bei Hannover die Zuchtbuchführer des Poicephalus-Zuchtbuchs Deutschland (PZD) und beschlossen, aus verschiedenen Gründen nicht weiter mit der VZE e.V. zusammenzuarbeiten. In den Gesprächen wurde deutlich, dass ein gut geführtes Zuchtbuch weiterhin sinnvoll wäre, und aus diesen Überlegungen entsprang das „Poicephalus-Erhaltungszuchtprojekt“, kurz PEP genannt. Der Autor berichtet wie es mit diesem neuen Verein weitergeht und was alles geplant ist.


Praxistipp:

Eckhard Janssen

Saubere Umgebung von Futterplätzen – einfach gemacht

Inhalt: Grundsätzlich besteht an häufig angeflogenen Futterplätzen in Käfigen und Volieren eine erhöhte Verschmutzungsgefahr durch den Kot der Vögel und durch Futterreste. Letzteres gilt vor allem bei Obst- und Gemüsefütterung und ganz besonders bei Weich- und Breifutter, welches häufig am Schnabel kleben bleibt und dann weggeschleudert oder am Sitzast abgestreift wird. Der Autor zeigt hier Möglichkeiten auf, wie man diese Verschmutzungen deutlich minimieren kann.


Krankheiten:

Dr. Carlo Manderscheid

Neue Hoffnung in der Bekämpfung der PBFD oder der Circovirusinfektion bei Papageien

Inhalt: Psittacine Beak and Feather Disease (PBFD) oder zu deutsch „Feder- und Schnabelerkrankung der Papageien“ wurde das erste Mal in den frühen 1970er Jahren bei Kakadus beschrieben. Es handelte sich dabei um die klassische chronische Infektionsform, bei der die Tiere unter dystrophischem Federwachstum litten und sich Veränderungen an Schnabel (Nekrose) und Krallen zeigten. Zum Teil waren die Nekrosen und Entzündungen der Federscheiden verantwortlich für das verkrüppelte Nachwachsen der Federn oder dieses blieb ganz aus. In den 1980er Jahren erfolgte dann endlich die Erstbeschreibung des Erregers, der zur Familie der Circoviridae gehört. 


Freileben:

Dr. Roland Seitre

Ein Sittich der Berge: der Hoffmanns Rotschwanzsittich

Inhalt: Es mag zunächst schon ein wenig seltsam anmuten, dass Dr. Seitre nach Costa Rica reist, in dieses herrliche mittelamerikanische Land, das für seine großen Aras und den prachtvollen Quetzal (Pharomachrus mocinno) berühmt ist, um dort ausgerechnet nach einem kleinen grünen Sittich aus der Gattung Rotschwanzsittiche (Pyrrhura) zu suchen. Doch das eine schließt das andere nicht aus, denn der Quetzal und der Hoffmanns Rotschwanzsittich (Pyrrhura hoffmanni) teilen sich denselben gebirgigen Lebensraum. Die Verbreitungsgebiete überlappen sich an vielen Stellen, er musste nur herausfinden wo.


Artenschutz:

Weber Girão e Silva, Ciro Albano & Aline da Silva Cerqueira

Papageien der Caatinga von Ceará, Brasilien

Inhalt: Wer an Brasilien denkt, dem fallen vermutlich zunächst die ausgedehnten tropischen Regenwälder ein. Im Nordosten des Landes ist die charakteristische Landschaft allerdings die „Caatinga“, die immerhin elf Prozent der Gesamtfläche Brasiliens bedeckt. Die lang anhaltende Trockenheit in dieser Region ist der entscheidende Faktor für die Verteilung und Zusammensetzung der Vegetation, man findet verschiedene Formen von Trockenwäldern und trockenen Savannen. Bei der Caatinga handelt es sich um ein einzigartiges Habitat, das auf den ersten Blick lebensfeindlich erscheint, es weist jedoch eine große Vielfalt an Landschaften auf, in der viele seltene und häufig endemische Lebewesen zu finden sind, darunter auch viele Vögel. Zu den besonders gefährdeten Caatinga-Papageien zählen der Spix-Ara (Cyanopsitta spixii) und der Lear-Ara (Anodorhynchus leari), aber auch so populäre Arten wie die Blaustirnamazone (Amazona aestiva), deren Bestand in dieser trockenen Region stark geschrumpft ist.


Kleinanzeigen:

Im Kleinanzeigenteil der Zeitung haben Abonnenten Gelegenheit, kostenlos ihre Papageien anzubieten, zu tauschen oder zu suchen bzw. Kontakt mit anderen Papageienfreunden aufzunehmen. 


Arndt-Verlag
Brückenfeldstr. 28, 75015 Bretten, Germany
Tel: (+49) 7252-957970, Fax: (+49) 7252-78224