PAPAGEIEN

4/2009 (April)

 

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Nachrichten:

  • 13. Tagung des Fonds für bedrohte Papageien im Vogelpark Walsrode
  • Fertilitätssteigerung bei Papageien
  • Erfolgreiche Schutzprojekte ausgezeichnet
  • Erhaltungszuchtprogramm für Rotachselpapageien
  • Papageienevolution in der Kreidezeit
  • Sind Neuseelands Keas bedroht?
  • Die Bestandsentwicklung der australischen Vogelwelt
  • Granada-Amazonen-Männchen wurde Opfer des Neujahrsfeuerwerks
  • Papageiensymposien in Nordamerika
  • Aktuelles aus dem Loro Parque

Zucht:

Richard Switzer

Haltung und Zucht von Borstenkopfpapageien in der Al Wabra Wildlife Preservation

Inhalt: Der Borstenkopfpapagei (Psittrichas fulgidus) ist eine Papageienart von Neuguinea, die sich im Aussehen deutlich von anderen Papageien unterscheidet. Die verwandtschaftlichen Beziehungen zu anderen Gattungen sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Collar (1997) wies Psittrichas eine eigene Tribus (Gattungsgruppe) Psittrichadini zu. Die Art zeigt einerseits einige Übereinstimmungen mit den Loris (Loriinae), andererseits jedoch auch morphologische Merkmale, die denen von Nestorpapageien, von Kea (Nestor notabilis) und Kaka (N. meridionalis), ähneln.

Herr Switzer hatte als Artikelgrundlage seinen Vortrag, den er auf dem 2. Aviary Congress in Singapur im November 2008 präsentierte. Er berichtet über Borstenkopfpapageien im Freiland, Status des Borstenkopfpapageis in Menschenobhut, die Al Wabra Wildlife Preservation, das Zuchtmanagement im AWWP, sowie Fütterung, Medizinische Betreuung und darüber ob, und wenn ja wie Handaufzucht von Borstenkopfpapageien möglich ist.. 


Zucht:

René Wüst

Zitronensittiche – klein und unscheinbar

Inhalt: Der wenig bekannte Zitronensittich (Psilopsiagon aurifrons) aus den Anden Südamerikas wird immer noch recht selten von Vogelfreunden gepflegt und vermehrt. Allerdings nimmt seine Popularität zu, denn diese Art besitzt einige Eigenschaften, welche von vielen Haltern geschätzt werden. Die Tiere sind, im Gegensatz zu etlichen anderen südamerikanischen Sittichen, nicht sonderlich laut, sie weisen mit 18 cm Gesamtlänge eine „handliche“ Größe auf und haben einen überaus engen Paarzusammenhalt. Lesen Sie welche Erfahrungen Herr Wüst bei der Haltung und Zucht dieser liebenswerten Papageien gemacht hat.


Ernährung:

Detlev Franz

April: Magnolien als Papageiennahrung

Inhalt: Im zeitigen Frühjahr steht unseren Papageien eine neue Nahrungsquelle zur Verfügung, nicht mehr trockene Winterfrüchte, sondern frische, saftige Blüten. Die Tiere nutzen die wegen ihrer üppigen Blütenpracht in unseren Gärten und Parkanlagen angepflanzten Magnolienarten und ihre gärtnerischen Hybriden. Der französische Botaniker Charles Plumier (1646-1704) benannte sie nach seinem Kollegen Pierre Magnol (1636-1715).


Ernährung:

Untersuchungen zur hygienischen Qualität importierter Ölpalmfrüchte

Petra Wolf, Ute Siesenop, Anne Goebel und Josef Kamphues

Inhalt: Die Früchte der Afrikanischen Ölpalme (Elaeis guineensis) gehören zum reichhaltigen Nahrungsspektrum vieler freilebender Papageien. Um die Vielfalt im Speiseplan auch bei Tieren in Menschenobhut gewährleisten zu können, werden häufig – zusätzlich zum „üblichen Futter“ – exotische Früchte angeboten. So werden beispielsweise Ölpalmfrüchte (gemeint sind hier Früchte mit Fruchtfleisch und Kern) aus Afrika importiert, wo sie geerntet und für den Transport vorbereitet werden. Hierbei leidet aber of die hygienischen Qualität. Die Autoren berichten wie diese deutlich verbessert werden kann.


Reisebericht:

Karin und Karl-Heinz Lambert

Unterwegs in Afrika – Tansania und Sambia

Inhalt: Nachdem die Beobachtung von Graupapageien (Psittacus erithacus) in Zentralafrika so erfolgreich war, entschlossen sich die Autoren, nach Unzertrennlichen (Agapornis) in ihren natürlichen Lebensräumen zu suchen. Tansania und Sambia erschienen uns dafür am besten geeignet. 

Am 13. Oktober 2006 war es so weit. Sie flogen von Amsterdam nach Nairobi (Kenia) und fuhren von dort mit dem Auto nach Arusha in Tansania. Ob sie fündig dort fündig wurden und was sie später auf der Reise in Sambia im South Luangwa National Park entdecken können sie hier lesen.


Reisebericht:

Michael Moschkowski

Naturerlebnis Venezuela –von den Anden zum Orinoco

Inhalt: Nach verschiedenen Aufenthalten in Südamerika fiel 2006 Herrn Moschkowskis Wahl auf Venezuela als Reiseziel. Dieses Land hat eine sehr abwechslungsreiche Natur, mit dem Salto Angel den höchsten Wasserfall der Erde, der im Nationalpark Canaima vom Auyan-Tepui, einem der mächtigen Tafelberge, herabstürzt, und mit dem Rio Orinoco einen der größten Ströme dieser Welt, an dessen Ufern noch ursprünglicher Urwald wächst. 

Um das Land so gut wie möglich kennenzulernen, wurde die Tour in mehreren Etappen durchgeführt. Die großen Entfernungen zwischen den besuchten Regionen waren zum Teil nur mit dem Flugzeug zu überbrücken. So flog der Autor von Caracas gleich weiter nach Mérida in die Anden. Hier lockten die Seilbahn Teleférico de Mérida mit der höchstgelegenen Bergstation der Welt auf dem Pico Espejo (4765 m ü. NN) und sehr schöne Bergwälder, die eine reiche Vogelwelt versprachen.


Literatur:

Brasilianische Wissenschaftler wollen den Pinto-Sittich umbenennen

Nemésio, A. & C. Rasmussen (2009): The rediscovery of Buffon's „Guarouba“ or „Perriche jaune“; two senior synonyms of Aratinga pintoi Silveira, Lima & Höfling, 2005 (Aves: Psittaciformes). Zootaxa 2013: 1-16.


Kleinanzeigen:

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