PAPAGEIEN

3/2009 (März)

 

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Nachrichten:

  • Diebstahl von Rotsteißkakadus aus dem Bristol Zoo endet glimpflich
  • Handel mit Graupapageienfedern
  • 13. Tagung des Fonds für bedrohte Papageien im Vogelpark Walsrode
  • Die „Kaka Watch“ in Neuseeland
  • Australiens Artenschützer kämpfen gegen illegale Tötung von Kakadus
  • Harte Strafen sollen Jamaikas Nestplünderer abschrecken
  • AVES International Parrot Convention 2009
  • Neues Urteil zum Rücktrittsrecht beim Tierkauf
  • Aktuelles aus dem Loro Parque
  • Der VII. Internationale Papageienkongress auf Teneriffa 2010

Zucht:

Ralph Schmidt

Haltung und Zucht des Schönsittichs

Inhalt: Der Schönsittich (Neophema pulchella) bewohnt den Südosten Australiens und gehört zu der sechs Arten umfassenden Gattung Grassittiche (Neophema). Er ist wie der Glanzsittich (Neophema splendida) ein besonders farbenprächtiger Vertreter dieser Gattung. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war er in seiner Heimat häufig. Danach schrumpfte die Population infolge der Zerstörung des Lebensraumes dramatisch, und er galt in einigen Regionen als ausgestorben. Glücklicherweise wurden um 1930 wieder kleine Schwärme gesichtet. Heute haben sich die Bestände erfreulicherweise erholt, und die Gefahr des Aussterbens existiert nicht. 

In Europa wird der Schönsittich schon seit 1850 gehalten und seit 1852 gezüchtet. In dieser langen Zeit traten zahlreiche Mutationsformen auf, die von Züchtern meist bevorzugt gehalten werden. Und so ist es heute schwer, reinerbig wildfarbene Schönsittiche zu erwerben.

Herr Schmidt berichtet hier über Ernährung, Haltung, Zucht, die genaue Beschreibung und seine eigenen Erfahrungen mit Schönsittichen.


Zucht:

Luciano Luzzatto

Meine Erfahrungen mit der Zucht von Fächerpapageien

Inhalt: Der Fächerpapagei (Deroptyus accipitrinus) ist ein faszinierender Papagei und der einzige Vertreter seiner Gattung. In den meisten Büchern und taxonomischen Listen über Papageien ordnet man ihn zwar hinter den Amazonen (Amazona) und vor den Blaubauchpapageien (Triclaria) ein, Forshaw (1989) bezweifelt jedoch, dass die Art näher mit einer der beiden Gruppen verwandt ist. McLoughlin & Burton (1976) haben anatomische Präparate des Fächerpapageis untersucht und vertraten die Hypothese, dass die Spezies sich relativ schnell aus einer Population kleinerer Papageien entwickelt haben könnte und dann größere Früchte und Samen nutzen konnte.

Das große Verbreitungsgebiet der Fächerpapageien erstreckt sich über weite Teile des nördlichen Südamerikas. In diesem Artikel möchte der Autor diese Spezies vorstellen und Hinweise zu ihrer Haltung geben.


Haltung:

Jörg Asmus

Der Gebirgslori – seine Historie, Haltung und Vermehrung

Inhalt: Vor ein paar Jahren überlegte der Autor, ob auch für ihn die Anschaffung von Loris möglich wäre. Da er mit der Haltung und Vermehrung dieser Nahrungsspezialisten bis dahin keine Erfahrung hatte, war er zunächst etwas skeptisch. Er suchte sich für die Erstanschaffung Loris aus, die gemeinhin als Anfängervögel gelten, und entschied sich für den Gebirgslori (Trichoglossus haematodus moluccanus). Er wird in älterer Literatur auch „Lori von den Blauen Bergen“ oder „Der blaubäuchige Keilschwanzlori“ genannt. Herr Asmus beschreibt den Gebirgslori, seine Heimat und Lebensweise, die Haltung, Fütterung und Vermehrung der Tiere.


Taxonomie:

Heinz Schnitker

Die Gattungsnamen der Feigenpapageien

Inhalt: Unter den Psittaciden bilden die Feigenpapageien eine relativ kleine und überschaubare Gruppe. Bei den meisten Autoren besteht sie aus nur zwei Gattungen. Dabei werden die größeren, circa 18 bis 19 cm messenden Arten in der Gattung Psittaculirostris zusammengefasst und die kleineren, etwa 10 bis 15 cm großen Arten unter dem Gattungsnamen Cyclopsitta (Forshaw 1989, 2006; Arndt 1990-1996; Collar 1997; Juniper & Parr 1998; Peterson 2008). Nur in relativ frühen Werken, bis etwa Mitte der 1970er Jahre des vorigen Jahrhunderts, taucht für die kleineren Feigenpapageien der Gattungsname Opopsitta auf (z. B. von Boetticher 1964, Forshaw 1973). Dieser wird jedoch in der Folge praktisch überall durch den Namen Cyclopsitta ersetzt. Der Grund für diesen Namenswechsel sowie viele weiteren taxonomische Hintergründe werden hier von Herrn Schnitker besprochen und kommentiert.


Freileben:

Ruud Vonk

Freilanduntersuchungen an der Blaukappenamazone in Jalisco

Inhalt: Schon seit 30 Jahren hält und züchtet Herr Vonk Blaukappenamazonen (Amazona finschi), und er ist immer auf der Suche nach Informationen über diese Amazonenart. Besonders interessant fand er den Beitrag von Dr. Katherine Renton (2001), die unter anderem den Fortpflanzungserfolg der Blaukappenamazonen im Freiland untersuchte. Die Probleme, die sie beschrieb, beeindruckten ihn sehr und weckten in ihm den Wunsch, nach Mexiko zu reisen und das Forscherteam bei seinen Studien zu begleiten.

Es dauerte schließlich noch zwei Jahre, bis er nach Mexiko reisen konnte, da in der Forschungsstation, in der Kathrine Renton arbeitete, nur begrenzt Unterkünfte zur Verfügung stehen. Glücklicherweise bekam er durch die Fürsprache von Katherine Renton eine Einladung, an Freilandstudien über die Blaukappenamazone mitzuarbeiten. Über seine dort gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse wird hier berichtet.


Reisebericht:

Rudolf K. Wagner

Reichenows Graukopfpapageien – mehr Fragen als Antworten

Inhalt: Mit ganz großen Erwartungen war Herr Wagner Anfang November 2008 zum fünften Mal nach Namibia geflogen, denn er war sich sicher, diesmal Reichenows Graukopfpapageien (Poicephalus fuscicollis suahelicus) sehen und fotografieren zu können. – Die Vorbereitungen dafür hatte er schließlich detailliert ausgearbeitet.

Genau ein Jahr zuvor, in der Zeit von Oktober 2007 bis Januar 2008 hielten sich im Gebiet von Katere und Makene am Okavango, 110 km östlich von Rundu am Beginn des Caprivi-Zipfels gelegen, bis zu 50 Graukopfpapageien auf. Genau dorthin wollte er nun fahren um diese Papageien zu beobachten.


Leserwahl:

Leserwahl des besten Artikels 2008

1. Platz: Rafael Zamora Padrón: Verbesserung der Haltungsbedingungen für Papageien (12,5 % der abgegebenen Stimmen und prämiert mit e 300,–)

2. Platz: Karin und Karl-Heinz Lambert: Pleiten, Pannen und Papageien (12,2 % der abgegebenen Stimmen und prämiert mit e 200,–)

3. Platz: Carina Brehm, Dr. Marcellus Bürkle und Dr. Gerd Britsch: Viruserkrankungen bei Papageien und Sittichen (12,5 % der abgegebenen Stimmen und prämiert mit e 100,–)


Kleinanzeigen:

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Arndt-Verlag
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