Nachrichten:
- 11. Papageien-Workshop im Loro Parque
- Carnabys Weißohr-Rabenkakadus und die Goldminen
- Junge Kakas in Zerstörungslaune
- Königsamazone schlüpft in Houston
- Die Tropica 2008 in Bad Kreuznach
- Auswertung unserer Leserumfrage
- Kleinanzeigenmarkt im Internet
- Hilfe für die endemischen Papageien auf Halmahera
- Aktuelles aus dem Loro Parque
Zucht:
Peter Krämer
Haltung und Zucht des Cloncurrysittichs
Inhalt: Der Cloncurrysittich (Barnardius barnardi
macgillivrayi) ist eine Unterart des Barnardsittichs (Barnardius
barnardi). Seine Farben erinnern an Pastellmalerei mit den dafür typischen sanften Farbübergängen.
Beschreibung
Die Grundfärbung des Cloncurrysittichs ist hellgrün. Oberkopf und Kopfseiten sind hellgrün, Wangen und Kehle sind blaugrün, und das Nackenband ist gelb. Die Körperoberseite sowie die Brust sind pastellgrün, der Bauch ist gelb. Flügelbug und Flügelrand sowie die Unterseite des Schwanzes sind blau, die Schwungfedern schwärzlich blau. Der kräftige Schnabel ist hellgrau, und die Füße sind dunkelgrau.
Die Geschlechter sind gleich gefärbt, Weibchen lassen sich aber anhand ihres kleineren Kopfes und schmaleren Schnabels von den Männchen unterscheiden. – Der Cloncurrysittich hat im Gegensatz zu den Vertretern der Nominatform kein rotes Stirnband.
Der Autor berichtet über die Haltung, Fütterung sowie über di Zucht des
Cloncurrysittichs
Zucht:
Ruud van der Donk
Die Zucht von Kakadus
Inhalt: In Papageien 6/2008 habe ich bereits die besonderen Merkmale von Kakadus beschrieben und über ihre Haltung berichtet. Ihre Zucht ist Gegenstand des folgenden Artikels.
Die meisten Kakaduarten sind mit etwa drei Jahren geschlechtsreif, und man kann dann erwägen, eine Bruthöhle anzubieten. Viele Kakadus sehen diese aber nicht gleich als Nistgelegenheit an, sondern zernagen sie. Deswegen ist es ratsam, mehrere Brutblöcke aufzuhängen. Deren Innenseite kann man mit einer zusätzlichen Lage Bretter oder mit frischen Zweigstücken versehen, um den Vögeln eine Möglichkeit zum Nagen zu geben, ohne dass gleich die Höhlenwand zerstört wird. Als Einstreu verwenden wir eine dicke Lage feuchten Waldhumus, der mit groben Hobelspänen vermengt und auf dem Höhlenboden gut festgedrückt wird.
Über die Zucht von Kakadus, ihr Verhalten bei er Balz und die
Aggressivität der Männchen gegenüber ihrer Partnerin ist in diesem
Bericht zu lesen.
Krankheiten:
Carina Brehm, Dr. Marcellus Bürkle & Dr. Gerd Britsch
Viruserkrankungen bei Papageien und Sittichen Teil 1
Inhalt: Viruserkrankungen haben in der Papageienhaltung Relevanz sowohl für den Privathalter (mögliche Erkrankung des Haustiers, Ansteckung des Partnervogels, Problem bei gegenseitiger Urlaubsbetreuung) als auch für den Züchter (Managementfragen, Bestandsproblem, Verluste von Jungtieren während der Aufzucht bis hin zum möglichen Verlust des kompletten Bestandes).
Viren können sich nur in lebenden Zellen vermehren. Sie haben ein ausgeklügeltes Invasions- und Vermehrungsverhalten und nutzen den Stoffwechsel der infizierten Zelle zur eigenen Vermehrung. Viren haben die Fähigkeit, sich in Körperzellen zu „verstecken“ (Diagnose!, schlummernde Gefahr!). Durch die enge Verflechtung der Virusvermehrung mit den für die Zelle lebensnotwendigen Syntheseprozessen ist eine Therapie, die selektiv auf die Vermehrung des Virus einwirkt, bislang kaum möglich.
Frau Brehm geht in ihrem Bericht auf die Symptome bei Papageien und
Sittichen ein. Sie schreibt über die Diagnose einer Circovirus-Infektion
und über die Maßnahmen danach.
Ausstellung:
Bernd Pohlers
Exota – die 52. Bundesausstellung der VZE
Inhalt: Am 1. und 2. November 2008 findet in der neuen Messehalle (Chemnitz-Arena) in Chemnitz die 52. Bundesausstellung („Exota“) der Vereinigung für Zucht und Erhaltung einheimischer und fremdländischer Vögel e.V. (VZE) statt. Aufgrund der großen Besucherresonanz in den vergangenen Jahren haben die Veranstalter beschlossen, erneut die große Ausstellungsfläche der Chemnitz-Arena mit 7.000 m2 zu nutzen. Das garantiert den Besuchern wieder ideale Bedingungen, um eine vielseitige und ansprechende Ausstellung zu genießen. Eine große Auswahl der von den Mitgliedern der VZE gehaltenen Vogelarten wird in möglichst naturnaher Umgebung gezeigt werden. In der Messehalle werden dafür über 350 Volieren, Tischvitrinen, Fasanengehege und Teichanlagen aufgebaut. Mehrere Biotopvolieren sowie eine große begehbare Voliere erwarten die Besucher.
Vogelparks:
Lars Lepperhoff,
Gute Papageiensammlung im Zoologischen Garten von Lissabon
Inhalt: Repräsentative Papageienkollektionen in zoologischen Gärten sind leider selten geworden, etliche Institutionen haben ihre Sammlungen reduziert. Deshalb war ich umso erfreuter, im Jardim Zoologico de Lisboa an der Estrada de Benfica zahlreiche „Krummschnabelarten“ beobachten zu können.
Ein alter Zoo
Ich verließ die Zugstation Sete Rios und näherte mich schon bald dem historischen Eingangsportal des zoologischen Gartens von Lissabon. Die Eröffnung erfolgte durch König Fernando am 28. Mai 1884, der Tierbestand umfasste damals 158 Exemplare.
Reisebericht:
Karl-Heinz Lambert
Pleiten, Pannen und Papageien
Inhalt: Da meine Frau Karin nicht mehr so gern mit mir in der ganzen Welt auf Papageiensuche geht, habe ich mich, als eine schon gebuchte Reise ausfiel, kurzfristig entschlossen, im August und September 2007 fünf Wochen lang mit meinem Schweizer Freund Josef Widmer unter anderem das Pantanal, den Rio Cristalino und die Pousada Thaimaçu in Brasilien zu besuchen. Josef hatte diese Reise bis ins letzte Detail gut vorbereitet, doch Planung und Wirklichkeit liegen manchmal weit auseinander, wie ich bereits auf früheren Fahrten erfahren musste.
Über die Erlebnisse im Pantanal erzählt hier Karl-Heinz Lambert.
Kleinanzeigen:
Im Kleinanzeigenteil der Zeitung haben Abonnenten
Gelegenheit, kostenlos ihre Papageien anzubieten, zu tauschen oder zu
suchen bzw. Kontakt mit anderen Papageienfreunden aufzunehmen.
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