PAPAGEIEN

8/2008 (August)

 

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Nachrichten:

  • Der neue Online-Kleinanzeigenmarkt von PAPAGEIEN
  • Zwei brutale Graupapageienschlächter in Kamerun verhaftet
  • Zuckerrohr bedroht Kenias Natur
  • Die AZ-Nachzuchtstatistik für 2006
  • 12. Tagung des Fonds für bedrohte Papageien in Stuttgart
  • Vorzeigeprojekt oder Artenschutzdisaster beim Norfolksittich?
  • Pakaratag in Belgien
  • Aktuelles aus dem Loro Parque

Porträt:

Dr. Thomas Hillmann

Der Weißhaubenkakadu

Inhalt: 
Beschreibung
Weißhaubenkakadus (Cacatua alba) sind weiß gefärbt und besitzen eine breite, weiße Haube. Die Innenfahnen der Schwungfedern und die Basis der Innenfahnen der Steuerfedern sind gelb. Der nackte Augenring ist weiß bis leicht bläulich gefärbt. Die Vögel erreichen eine Gesamtlänge von 40 bis 46 cm. Die Geschlechter sind zumindest bei erwachsenen Tieren relativ leicht zu unterscheiden: Wie beim Zuchtpaar des Verfassers auch, ist das Männchen insgesamt größer, fällt aber vor allem durch einen größeren Schnabel und einen größeren Kopf auf. Darüber hinaus färbt sich bei den Weißhaubenkakaduweibchen – wie bei den Weibchen vieler anderer Kakaduarten auch – die Iris zwischen dem ersten und dem vierten Lebensjahr rot. 

Thomas Hillmann berichtet über Freileben, Status, Haltung und Zucht des Weißhaubenkakadus


Zucht:

Kurt Fierens

Der Brownsittich

Inhalt: Der Brownsittich (Platycercus venustus), der zu den aggressivsten Vertretern seiner Gattung zählt, erreicht eine Gesamtlänge von etwa 28 cm. Die Männchen der Nominatform sind mit 85 bis 100 g deutlich schwerer als die Weibchen, die 78 bis 92 g wiegen. Das Kopfgefieder der Brownsittiche ist überwiegend schwarz, der Wangenfleck weiß, zum Hals hin blauviolett eingefasst. Vorderrücken und Schirmfedern sind schwarz mit breiter gelber Säumung. Brust, Bauch, Hinterrücken, Bürzel und Oberschwanzdecken sind hellgelb mit feiner schwarzer Schuppenzeichnung. Afterregion und Unterschwanzdecken sind scharlachrot. Die kleinen und die inneren mittleren Flügeldecken sind schwarz, die äußeren mittleren Flügeldecken sowie die Außenfahnen der Schwungfedern blauviolett. Die inneren Steuerfedern sind blau mit einem grünen Anflug, die äußeren hellblau mit einem weißlichen Anflug. Der Schnabel ist gräulich hornfarben.

Die Schwierigkeiten bei der Zucht des Brownsittichs, vor allem wegen der Aggressivität der Männchen, werden in diesem Bericht beschrieben.


Veranstaltungen:

Tony Pittman

Ornithea 2007 – eine Schau der Superlative

Inhalt: Anfang November ist für mich ein wichtiger Termin, zu dieser Zeit findet traditionell die Ornithea statt. Diese außerordentlich beeindruckende Ausstellung, die von den Mitgliedern des „Vereins der Vogelfreunde Porz“ organisiert wird, erstaunt mich immer wieder. Die letztjährige Veranstaltung bildete keine Ausnahme – die Mitglieder hatten sich erneut übertroffen ...

Der Verein der Vogelfreunde Porz wurde 1961 gegründet und hat zur Zeit etwas mehr als 50 Mitglieder. Es gibt ein Vereinshaus in einem Vorort von Köln, dort treffen sich die Mitglieder regelmäßig, um Informationen, Erfahrungen und Ideen über die Haltung und Zucht der unterschiedlichsten Vogelarten auszutauschen, gemeinsam zu essen und einige „Kölsch“ zu genießen. Gelegentlich wird ein Referent eingeladen, der einen Vortrag hält, und auf diesem Weg lernte ich den Verein vor einigen Jahren kennen und wurde selbst Mitglied.

Tony Pittman erzählt von seinen Eindrücken bei der Ornithea 2007.


Praxistipp:

Eckhard Janssen

Schlafboxen für Schwalbensittiche

Inhalt: In der Literatur über Vogelhaltung wird immer wieder darüber diskutiert, wie man die spezifischen Bedürfnisse der verschiedenen Arten bei der Unterbringung befriedigen kann. Es werden sich Gedanken über die Größe der Volieren und die Ausstattung gemacht und darüber, wie man Langeweile bei den Vögeln vermeiden und ihr Wohlbefinden steigern kann. Eher selten wird überlegt, ob und welche Art von Schlafplätzen man anbieten kann. Je nach ursprünglichem Lebensraum und den wichtigsten Fressfeinden bevorzugen alle Vögel bestimmte Schlafplätze.


Artenschutz:

Jörg Asmus

Der Kakapo – das Schicksal eines eigentümlichen Papageis Teil 1

Inhalt: Unter den Papageienvögeln hat der Kakapo (Strigops habroptilus), auch Eulenpapagei genannt, schon immer eine Sonderstellung eingenommen. Er ist der schwerste Papagei und einer der eigentümlichsten innerhalb der Ordnung Psittaciformes. In seiner Heimat Neuseeland war der Kakapo einst häufig, doch mit dem Einschleppen der ersten Raubtiere durch die Maoris vor rund 1000 Jahren ging die Zahl dieser Vögel langsam zurück, so dass er heute am Rande der Ausrottung steht. Ursprünglich hatte er kaum natürliche Feinde zu fürchten, und als nachtaktiver Bodenvogel konnte er es sich leisten, weitgehend flugunfähig zu sein. Eulenpapageien leben als Einzelgänger und haben ein äußerst kompliziertes Paarungsverhalten entwickelt. 

Jörg Asmus wirft in seinem Bericht einen Blick in die Vergangenheit und weist auf die Zukunftsaussichten dieser Spezies hin. Außerdem geht er auf ihre Eigentümlichkeiten ein. 


Taxonimie:

Thomas Arndt

Anmerkungen zu einigen Pyrrhura-Formen mit der Beschreibung einer neuen Art und zweier neuer Unterarten

Inhalt:
In PAPAGEIEN 10 und 11/2004 habe ich schon über die neuen Erkenntnisse zur Systematik der Rotschwanzsittiche berichtet, die in erster Linie die Arten Pyrrhura leucotis und Pyrrhura picta betrafen und vor allem auf den verschiedenen Arbeiten von Leo Joseph und seinen Co-Autoren (Joseph 2000, Joseph & Stockwell 2002, Joseph et al. 2002) basierten. Zwischenzeitlich habe ich mich intensiv mit diesen Gruppen beschäftigt und weitere Erkenntnisse sammeln können, wobei sich die hier präsentierten Ergebnisse auf den picta-Formenkreis beschränken.

Thomas Arndt beschreibt, welche Erkenntnisse er aus seinen Untersuchungen zu einigen Pyrrhura-Formen gewonnen hat. 


Kleinanzeigen:

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Arndt-Verlag
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