PAPAGEIEN

7/2008 (Juli)

 

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Nachrichten:

  • Die richtigen Artenschutzstrategien
  • Zwei fossile Papageienarten aus dem Eozän in Dänemark entdeckt
  • Erneute Änderung bei der Namensgebung der Zierpapageien
  • Umsiedlung von 130 Ziegensittichen
  • Die rechtliche Situation der Tierhaltung in Eigentumswohnungen
  • 12. Tagung des Fonds für bedrohte Papageien in Stuttgart
  • Aktuelles aus dem Loro Parque auf Teneriffa
  • 5. Tagung der IG Neophema-Nord in Barenburg
  • Neues vom Vogelpark Walsrode

Zucht:

Bob Philpot

Haltung und Zucht des Taubensittichs

Inhalt: Die wachsende Nachfrage nach Informationen über den Taubensittich (Psittacula columboides) haben mich veranlasst, meine Erfahrungen mit diesen reizvollen Papageien zu publizieren. Ich halte und züchte diese Art seit 1992 mit großem Erfolg. Um die Frage zu beantworten, warum Taubensittiche bei Vogelliebhabern nicht sehr verbreitet sind, kehre ich zunächst zu den Anfängen meiner Haltung zurück. Anfang 1992 war ich finanziell in der Lage, meine Zuchtanlage um zahlreiche Volieren zu erweitern. Seit vielen Jahren schwebte mir der Kauf von Chinasittichen (Psittacula derbiana) vor, doch auch die Taubensittiche, die ich bei einem Züchter in Sydney gesehen hatte, hatten es mir angetan. 

Der Autor berichtet über seine Erfahrungen in der Haltung von Taubensittichen.


Haltung:

Rafael Zamora Padrón

Verbesserung der Haltungsbedingungen für Papageien – Teil 2

Inhalt: Manche Paare, die sich längere Zeit nicht fortgepflanzt hatten, begannen in der Gemeinschaftsvoliere wieder zu brüten. Auch schlossen sich Tiere, die sich bei der paarweisen Haltung nicht füreinander interessierten, plötzlich eng zusammen, nachdem sie in ein Gruppengehege gebracht worden waren. Natürlich sind für eine solche Vergesellschaftung – je nachdem, welche Spezies vorgesehen sind – Volieren beachtlichen Ausmaßes erforderlich, in denen die Tiere über Rückzugsmöglichkeiten und großzügige Flugbereiche verfügen. 

Hier lesen sie die Fortsetzung des Berichtes von Papageien 6/2008


Ernährung:

Detlev Franz

Juli: Kirschen als Papageiennahrung

Inhalt: Kirschen sind ein typisches Sommerobst, das vielen Vögeln im Freiland als Nahrung dient. Aus Platzgründen möchte ich mich hier auf die Behandlung der Früchte der beiden auch dem menschlichen Verzehr dienenden Arten Süßkirsche (Prunus avium) und Sauerkirsche (P. cerasus) beschränken. Die ausführliche Darstellung der Gattung Prunus, zu der auch Mandel, Aprikose, Pflaume, Mirabelle, Pfirsich, Schlehe sowie verschiedene, wegen Blüten und Blättern kultivierte Zierbäume gehören, würde den Umfang des Artikels sprengen und mag später einmal nachgeholt werden. Die Sauerkirsche ist eine alte Kulturpflanze, die ursprünglich im Mittelmeerraum verbreitet war. Ihre Verbreitungsgeschichte lässt sich nur unzureichend anhand von archäologischen Funden (Kernen in Abfallhaufen) rekonstruieren. Zumindest seit der Römerzeit ist sie für Mitteleuropa belegt. 

Im weiteren Verlauf des Artikels geht der Autor noch auf Fruchtfleisch und Kerne der Frucht ein.


Porträt:

Joseph M. Forshaw

Der Zwergmoschuslori

Inhalt: In weiten Teilen Ostaustraliens wird der Porphyrkopflori (Glossopsitta porphyrocephala) durch eine andere Art der Gattung ersetzt, den Zwergmoschuslori (G. pusilla). Im Gegensatz zu Ersterem dringt dieser jedoch nicht bis ins trockene Landesinnere vor. Mit einer Gesamtlänge von lediglich 15 Zentimetern ist der Zwergmoschuslori die kleinste Loriart Australiens. Obwohl die Vögel nicht besonders brillant gefärbt sind, handelt es sich um attraktive und reizvolle Volierenvögel. Die Grundfärbung des Gefieders ist grün mit einer deutlich abgesetzten roten Gesichtsmaske. Der feine Schnabel ist bei den Adulten schwarz. Bei den Jungtieren ist die Gesichtsmaske matt orangerot, der Schnabel olivbraun. Wenn die Loris ihren kurzen keilförmigen und zugespitzten Schwanz fächern, wird die orangerote Basis der Innenfahnen der äußeren Steuerfedern sichtbar.

J.M. Forshaw berichtet über Vorkommen der Zwergmoschusloris sowie über seine Beobachtungen und Erfahrungen bei der Zucht.


Kulturgeschichte:

Rudolf K. Wagner

Eduard Rüppell – Leben und Werk eines Forschungsreisenden

Inhalt:
Unter demselben Titel veröffentlichte Robert Mertens 1949 eine ausführliche Biographie mit einer Würdigung der wissenschaftlichen Tätigkeit von Wilhelm Peter Simon Eduard Rüppell, geboren am 20. November 1794 und gestorben am 10. Dezember 1884, die Basis dieses Beitrags ist.
Robert Mertens (1894 - 1975) kam 1919 an das Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main, wo er von 1946 bis 1959 Direktor der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft und des Senckenberg-Museums war. Er wird als bekanntester Herpetologe des 20. Jahrhunderts angesehen. Im Vorwort zu seinem Buch über Eduard Rüppell wird erwähnt, dass Robert Mertens einen „beträchtlichen Teil seiner Arbeitskraft der Betreuung der Rüppell’schen zoologischen Sammlungen gewidmet hat“.


Kleinanzeigen:

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