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Nachrichten:
- CITES erleichtert den Philippinen Handel von Papageien des Anhangs I
- Hoffnung für die Wälder der Tumbes-Region
- VZE-Arbeitstagung für Vögel in Klieken
- Das rote Rosenköpfchen
- Tagung der AZ-AGZ-IG Loris in Kevelaer
- 11. Canadian Parrot Symposium in Victoria
- Aktuelles aus dem Loro Parque
- Neues vom Vogelpark Walsrode
- Parrots International Symposium 2008
Zucht:
Jürgen Oertel
Haltung und Zucht des Bolivianischen Kleinen Soldatenaras
Inhalt: Vom Kleinen Soldatenara (Ara militaris) werden derzeit von den meisten Autoren drei Unterarten anerkannt. Neben der Nominatform sind dies der Mexikanische
(A. m. mexicanus) und der Bolivianische Kleine Soldatenara (A. m.
bolivianus). Markantestes Erkennungsmerkmal ist bei Letzterem die rötlich braune Färbung von Kehle und Hals. Das Verbreitungsgebiet dieser Unterart erstreckt sich über Südwest-Bolivien und den äußersten Nordwesten Argentiniens, wo sie jetzt äußerst selten vorkommt und vom Aussterben bedroht ist. Ara
militaris bolivianus ist als gefährdet eingestuft und wird in Anhang 1 von CITES aufgeführt.
Der Autor dieses Artikels erzählt über seine Erfahrungen bei der
Zucht des Bolivianischen Kleinen Soldatenaras
Krankheiten:
Dr. Veit Kostka,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Erkennen, Behandeln, Vorbeugen
Teil 2
Inhalt: Schon der Vorbericht gibt oft Hinweise auf eine mögliche Herz-Kreislauf-Erkrankung; Spezies, Alter, Haltung und Fütterung sind von besonderer Bedeutung.
Ein häufiger Vorbericht lautet beispielsweise: Graupapagei oder Amazone, 20 Jahre oder älter, Wohnungshaltung, Fütterung: handelsübliche Körnermischung mit hohem Anteil an Sonnenblumenkernen (oft werden ausschließlich weiße Sonnenblumenkerne verzehrt), dazu alles vom Tisch (Butter, Wurst, Käse...).
Symptomatik und Erstbehandlung
In Frühstadien werden häufig nur eine Leistungsschwäche, ein gelegentliches Zucken der Gliedmaßen oder geringgradige zentralnervöse Störungen (Kopfzucken) beobachtet.
Im zweiten Teil seines Berichtes geht Dr. Veit Kostka auf
Röntgenuntersuchung, Blutuntersuchung, Ultraschalluntersuchung und
Therapie des Herzens ein. Er gibt Auskunft über Prognosen, Ursachen und
Vorsorgemaßnahmen.
Zucht:
Manfred Hochreiter
Haltung und Zucht des Timor-Rotflügelsittichs
Inhalt: Bei vielen Vogelliebhabern, die sich besonders um die Haltung und Zucht von australischen Sittichen bemühen, ist häufig auch der Rotflügelsittich
(Aprosmictus erythropterus) zu bewundern. Mit Sicherheit gehört er zu den schönsten Volierenbewohnern, doch ist die Nachfrage nach ihm aufgrund der meist recht guten Bruterfolge in den letzten Jahren leider zurückgegangen. Dagegen befindet sich sein naher Verwandter, der Timor-Rotflügelsittich
(Aprosmictus jonquillaceus), derzeit noch äußerst selten in Züchterhand.
Diese wunderschöne Art stammt von der indonesischen Insel Timor. Obwohl sie immer wieder nach Europa eingeführt wurde, gibt es bis heute noch keinen großen Bestand in unseren Volieren. Wie der Rotflügelsittich ist der Timor-Rotflügelsittich auf Anhang B der Artenschutzverordnung notiert. Der Tropicana-Vogelpark war wohl der Erste, bei dem die Aufzucht eines Jungvogels 1974 in Deutschland glückte.
In diesem Bericht wird von Manfred Hochreiter der
Timor-Rotflügelsittich beschrieben. Er schreibt über dessen
Unterbringung, Verhalten und Fortpflanzung. Am Ende des Artikels
gibt er noch einen kurzen Ausblick.
Ernährung:
Detlev Franz
Feigen als Papageiennahrung, Brutbäume und Volierenbepflanzung
Teil 2
Inhalt: Bei vielen der Angaben über feigenfressende Papageien fehlt die genaue Bestimmung der Feigenart, was bei der Größe der Gattung, den Schwierigkeiten der Bestimmung tropischer Pflanzen und den oft lückenhaften botanischen Kenntnissen vieler ornithologischer Beobachter nachvollziehbar ist. Außerdem sind die einzelnen Ficus-Arten regional unterschiedlich gut daraufhin untersucht, welchen Tierarten sie als Nahrung dienen. So sind 84,8 % der australischen Ficus-Arten, aber nur 28,9 % der neotropischen in der Arbeit von Shanahan et al. (2001a) vertreten. Ebenso ist nur bei zwei der in der Studie genannten Amazonenarten eine Feigenart
(F. cotinifolia) als Futterpflanze bestimmt, aber 15 Amazonenarten fressen Feigen. Die Häufigkeit der Nennung einer Art muss daher nicht ihrer tatsächlichen Bedeutung für Papageienvögel entsprechen, sondern spiegelt vor allem die Bearbeitungstiefe einer Region wieder. Hier alle Feigenarten zu besprechen, von denen bekannt ist, dass Papageien sie fressen, würde den Umfang des Artikels sprengen. Deshalb möchte ich einige ausgewählte Vertreter vorstellen.
Detlev Franz geht im zweiten Teil seines
Ernährungsberichtes auf die Lorbeerfeige, die Maulbeerfeige, den
Australischen Banyanbaum, den Banyanbaum und auf die Birkenfeige
ein.
Kulturgeschichte:
Dr. Herbert Schifter
Frühe Haltung von Loris in Europa
Inhalt: Die Angaben über die erste Haltung von Papageien in europäischen Sammlungen orientieren sich meistens an den publizierten, exakten Daten aus dem Londoner Zoo sowie den von Ruß (1881), Neunzig (1921) und anderen gesammelten Hinweisen aus den Tiergärten von Berlin, Hamburg etc. Dagegen ist die Haltung von Papageien in privaten Kollektionen, vor allem an den Fürstenhäusern, weniger gut bekannt. Das gilt besonders für die Jahreszahlen der ersten Einfuhr oder Haltung von Loris, von denen gelegentlich auch Belegexemplare erhalten sind. Vom Kaiserhof in Wien beispielsweise gelangten Exemplare in das Hofnaturalienkabinett, die zum Teil noch heute in der Vogelsammlung des Naturhistorischen Museums in Wien aufbewahrt werden. Auf einige habe ich schon, meist unter Hinweis auf die Arbeit von Fitzinger (1853), in meiner früheren Zusammenstellung (Schifter 1996) hingewiesen.I
Freileben:
Sherwin S. Hembra, Prof. Eberhard Curio & Junmar Jamangal Pandan
Brutnachweis eines Philippinen-Fledermauspapageis
Inhalt: Die Philippinen sind bezogen auf die Dichte endemischer Arten einer der artenreichsten „Hotspots“ weltweit (Myers et al. 2000). Eine dieser Spezies ist der Philippinen-Fledermauspapagei
(Loriculus philippensis), auch Colasisi genannt, der mit zehn Unterarten in der Inselwelt verbreitet ist (Kennedy et al. 2000). Lange Zeit ging man davon aus, dass es sich bei dem Philippinen-Fledermauspapagei um die einzige Art des Landes handelte, bis die Vögel auf der kleinen Insel Camiguin, nördlich von Mindanao gelegen, als eigenständige Spezies identifiziert wurden. Zuvor hatte man sie als Angehörige der Unterart
apicalis betrachtet (Arndt 2006).
Das Philippine Endemic Species Conservation Project (PESCP) setzt sich in Verbindung mit der Entwicklungshilfe für die lokalen Gemeinden für den Schutz der letzten Hochlandwälder auf Panay ein (siehe www.pescp.org). Die Forschungsarbeiten zum Zwecke des Erhalts der heimischen Flora und Fauna, die im Wesentlichen von der Forschungsstation Sibaliw im Nordwesten von Panay aus durchgeführt werden, liefern wertvolle Informationen für alle übrigen Projekte, von denen die meisten im kommunalen Bereich angesiedelt sind.
Hier wird über den Fund eines Nestes in einem abgestorbenen
Baum berichtet.
Reisebericht:
Karin und Karl-Heinz Lambert
Unterwegs in Afrika – Uganda
Inhalt: Im Jahr 2003 begannen unsere Planungen für die nächsten Reisen zu den Papageien Afrikas. Schon am Anfang mussten wir feststellen, dass es sehr wenig Literatur über die dort frei lebenden Papageien gibt. Manche Berichte in Fachmagazinen befassen sich mit der Vogelwelt Afrikas, leider fehlen oft Zeit- und Ortsangaben, einzelne Beiträge in „PAPAGEIEN“ und im „WP-Magazin“ waren für uns sehr wertvoll. Wir nahmen Kontakt auf zu einigen Naturreise-Veranstaltern mit dem Ergebnis, dass alle angaben, sie seien perfekte Papageienkenner und würden gerne eine Reise für uns organisieren. Wenn es dann ins Detail ging, stellten wir aber schnell fest, dass sie keine Ahnung von Papageien hatten. Die einzige Ausnahme war Herr Müller von Duma-Naturreisen. Im Vorfeld informierten wir uns über alle bekannten Lebensräume der Papageien, um herauszufinden, welche Regionen für uns interessant sein könnten. Dank Internet und vieler Telefongespräche mit afrikanischen Guides und Papageienfreuden ist es uns gelungen, einige Plätze und die besten Reisezeiten zu ermitteln. Herr Müller versuchte dann mit seiner Afrika-Erfahrung, geeignete Vogelguides für uns zu bekommen und die Reiseabläufe festzulegen. So weit die Theorie vom Schreibtisch aus. Wie es uns in Wirklichkeit ergangen ist auf unseren Afrikareisen, darüber möchten wir berichten.
Karin und Karl-Heinz Lambert erzählen über ihre Erlebnisse und
Beobachtungen in den Trockensavannen Ugandas, dem Lebensraum der
Orangeköpfchen und Goldbugpapageien
Kleinanzeigen:
Im Kleinanzeigenteil der Zeitung haben Abonnenten
Gelegenheit, kostenlos ihre Papageien anzubieten, zu tauschen oder zu
suchen bzw. Kontakt mit anderen Papageienfreunden aufzunehmen.
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