PAPAGEIEN

2/2008 (Februar)

 

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Nachrichten:

  • Der 10. Papageien-Workshop im Loro Parque auf Teneriffa
  • Zahl der Papageiendiebstähle in Großbritannien ist zurückgegangen
  • Wenig Licht und viel Schatten beim Papageienschutz in Bolivien
  • LAGA bewahrt 1.000 Graupapageien in Kamerun vor illegaler Ausfuhr
  • Populationsdynamik von Rotrückenaras in stark beeinträchtigten Habitaten
  • Aktuelles aus dem Loro Parque
  • 12. Tagung des Fonds für bedrohte Papageien in Stuttgart
  • Neues vom Vogelpark Walsrode

Zucht:

Franz Pfeffer

Der Grünbürzel-Sperlingspapagei

Inhalt: Die ersten Sperlingspapageien, es waren Augenring-Sperlingspapageien (Forpus conspicillatus), zogen 1978 bei uns ein. Da sie sich als sehr angenehme Pfleglinge erwiesen, gesellten sich im Laufe der Zeit Vertreter weiterer Arten und Unterarten hinzu, die größtenteils auch erfolgreich brüteten.

Die zierlichen Papageien von der Größe eines Finkenvogels sind – zum einen wegen ihres vergleichsweise geringen Platzanspruchs, zum anderen wegen des Auftretens von Mutationsformen – bei Züchtern sehr beliebt, und bei manchen Arten beziehungsweise Unterarten übersteigt die Nachfrage das Angebot. Zu dieser Gruppe gehört auch der Grünbürzel-Sperlingspapagei (Forpus passerinus), der auch Gemeiner Sperlingspapagei genannt wurde. Sein Bestand in Menschenobhut ist zurückgegangen, er wurde früher häufiger gepflegt.

Franz Pfeffer beschreibt in seinem Artikel die Nominatform der Grünbürzel-Sperlingspapageien und berichtet wie sie in ihrer Heimat vorkommen. Er geht außerdem auf deren Haltung, Ernährung und Zucht ein.


Porträt:

Peter Odekerken

Bauers Ringsittiche in Australien

Inhalt: Als Volierenvögel sind Bauers Ringsittiche (Barnardius zonarius) nicht besonders häufig in Zuchtanlagen zu finden, weder in Australien noch in anderen Teilen der Welt. Das ist bedauerlich, denn es handelt sich um farbenprächtige Papageien, die in sehr geräumigen Gehegen ein attraktiver Blickfang sind. Die meisten Vertreter der Gattung Barnardius bewohnen die trockenen Weiten des australischen Binnenlands, die Ausnahme bildet der Kragensittich (B. zonarius semitorquatus), der in Australien in Anlehnung an seinen Kontaktruf „Twenty-eight Parrot“ genannt wird. Er lebt in den feuchten Gebieten im äußersten Südwesten von Western Australia.


Artenschutz:

Bärbel Köhler

Eine außergewöhnliche Reise

Inhalt: 
Alles begann mit einem Anruf von Dr. Lorenzo Crosta (Avian, Exotic and Zoo Animal Veterinary Consulting, Como, Italien), in dem er mich fragte ob die Firma „Abaxis“, Darmstadt, daran interessiert wäre, ein Projekt über Lear-Aras (Anodorhynchus leari) und Spix-Aras (Cyanopsitta spixii) in Brasilien zu unterstützen. Die Vögel sollten untersucht und es sollten unter anderem auch Blutproben analysiert werden. Unser „VetScan Chemistry & Electrolyte Analyzer“ und unser „Avian / Reptilian Profile Plus“ – Testscheiben, die speziell für die blutchemische Diagnostik der Proben von Vögeln und Reptilien entwickelt wurden – sind absolut passend für dieses Vorhaben. Dr. Lorenzo Crosta nutzt beides seit Jahren. Seine Arbeit mit dem VetScan begann während seiner Zeit als Veterinärdirektor im Loro Parque auf Teneriffa.

Die Autorin erzählt von ihrer Reise nach Rio de Janeiro, Belo Horizonte und  nach São Paulo, wo sie Tests und Gesundheitskontrollen, zusammen mit  Dr. Lorenzo Crosta und Dr. Linda Timossi, an einzelnen Tieren durchführte


Taxonomie:

Heinz Schnitker

„Unknown flying object“: Der Waterstradts Spatelschwanzpapagei

Inhalt: Wer sich mit Papageien befasst, dem wird es in der Regel nicht schwer fallen, eine bestimmte Art auf Anhieb zu erkennen. Viele Papageienvögel sind uns sehr vertraut und lassen sich leicht bestimmen. Aber neben den bekannten Spezies gibt es immer noch eine ganze Reihe von Arten, über die man recht wenig weiß und die klar zu identifizieren nicht ganz so einfach ist. Dazu gehören zum Beispiel der zentralafrikanische Niam-Niam-Papagei (Poicephalus crassus), die kleineren Bindensittich-Arten (Psittacella modesta und P. madaraszi) oder Vertreter der südamerikanischen Gattungen Touit (Buntschwanzpapageien) und Hapalopsittaca (Zwergamazonen).

Heinz Schnitker schreibt hier über die Systematik, über Beschaffung von Balgmaterial der Waterstradts Spatelschwanzpapageien und geht auf die Frage der möglichen Unterarten ein. 


Freileben:

Thomas Arndt

Der Kurzschwanzpapagei

Inhalt: 
In Südamerika gibt es eine Reihe von Papageienarten, die bei Haltern und Züchtern nahezu unbekannt sind. Zu ihnen zählt auch der 23 cm große Kurzschwanzpapagei (Graydidascalus brachyurus), der immerhin in den 1980er Jahren importiert wurde, wenn auch nur in geringen Individuenzahlen. Das lag nicht nur daran, dass die Vögel wegen ihrer äußerst schlichten Gefiederfärbung – sie sind grün mit nur schwacher Zeichnung – als nicht sehr attraktiv galten, sondern auch daran, dass die Art offensichtlich in ihrer Heimat, dem Amazonasbecken in Brasilien, Südost-Kolumbien, Ost-Ekuador und Ost-Peru, unregelmäßig und meist in einer geringen Populationsdichte vorkommt.

Thomas Arndt berichtet über seine Reise in die Umgebung der kleinen brasilianischen Stadt Tefé, wo er sich nach Papageien umschaute und den Kurzschwanzpapagei beobachtete.


Kleinanzeigen:

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