Nachrichten:
- Der Bahuaja-Sonene-Nationalpark in Südost-Peru soll verkleinert
werden
- Der falbe Braunohrsittich
- Dr. Rinke verlässt Vogelpark Walsrode
- Der bekannteste Papagei der Welt ist tot
- Kakadus als Plagegeister in Perth
- Die Rückkehr des Rubinloris auf Atiu
- Aktuelles aus dem Loro Parque
- Neues vom Vogelpark Walsrode
Zucht:
Beate Jonas & Thorsten Jonas
Der Mittlere Gelbhaubenkakadu
Inhalt:
Der Mittlere Gelbhaubenkakadu (Cacatua sulphurea abbotti) ist
eine der vier Unterarten des Gelbwangenkakadus (Cacatua sulphurea).
Er ist auf der indonesischen Insel Salembu Besar beheimatet.
Beschreibung
Die Vögel sind mit einer Gesamtlänge von etwa 40 cm recht imposante
Erscheinungen. Die Grundfärbung des Gefieders ist weiß, die Ohrdecken
sind blassgelb, und die Federhaube ist kräftig gelb. Die Unterseite der
Schwungfedern und des Schwanzes sind gelb verwaschen. Die Füße sind
grau, der Schnabel ist schwarz. Der nackte Augenring ist weißlich und die
Iris je nach Geschlecht rot (Weibchen) oder dunkelbraun (Männchen). Auch
die Schnabelgröße unterscheidet sich; beim Männchen ist der Schnabel
etwas größer als beim Weibchen.
Welche Erfahrungen die Autoren bei der Haltung und Zucht gemacht haben,
lesen Sie in diesem Bericht.
Praxistipp:
Klemens Kluck
Bewegliche Sitzgelegenheiten für Papageien
Inhalt:
Papageienliebhaber haben verschiedene Ideen zur Ausstattung der
Volieren mit Sitzgelegenheiten verwirklicht. Es werden Seile angebracht,
Sitzstangen als Schaukeln, Äste an beiden Enden fest verankert oder
Baumscheiben an einer Kette aufgehängt. Seile beispielsweise halte ich in
meinen Volieren nicht für praktikabel, da ich im Münsterland wohne, wo
es viel regnet und es im Frühling und Herbst oft neblig und trüb ist.
Die Seile sind häufig tagelang nass und daher anfällig für einen Befall
mit Pilzen, so dass sie bald vor sich hinmodern.
Herr Kluck beschreibt, wie er bewegliche Sitzgelegenheiten für seine
Papageien in seinen Volieren angebracht hat.
Zucht:
Siegfried Wiek
Der Stanleysittich
Inhalt:
Der Stanleysittich (Platycercus icterotis) ist der kleinste,
leiseste und friedlichste Plattschweifsittich, sein Wesen ist einfach
angenehm. Durch seine melodische, flötende Stimme und seine hübschen
Farben hat er viele Liebhaber gefunden.
Wie schon bei anderen australischen Sittichen war es wieder der Londoner
Zoo, der 1864 die ersten Stanleysittiche dem Publikum präsentierte. Sie
gehören zur Gattung Eigentliche Plattschweifsittiche (Platycercus),
die in je nach Autor sechs bis acht Arten Australien einschließlich
Tasmanien und einiger Inseln in der Bass-Straße bewohnen. Die Arten
lassen sich aufteilen in die weißwangigen, die blauwangigen und die
gelbwangigen Spezies, wobei zu letzterer Gruppe nur der Stanleysittich gehört.
Sein Verbreitungsareal in Südwest-Australien ist von den Wohngebieten der
anderen Spezies isoliert, und die Tiere unterscheiden sich in einigen
Merkmalen deutlich von den Gattungsgenossen: Stanleysittiche sind
auffallend kleiner als die anderen Arten, Männchen und Weibchen zeigen in
der Gefiederfärbung einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus, und die
Jungen haben ein Jugendgefieder, das sie von den Alttieren unterscheidet
(in letzterem Merkmal besteht eine Ähnlichkeit zum Pennantsittich [P.
e. elegans]). Die Rufe und der flatternde Flug erinnern an die
Vertreter der Gattung Psephotus, und Forshaw (2003) sieht den
Stanleysittich als Bindeglied zwischen diesen beiden nah verwandten
Gattungen. Kennzeichen für die Platycercus-Arten ist neben der farblich
abgesetzten Wangenregion die Schuppenzeichnung des Rückens.
In seinem Artikel geht Herr Wiek ausführlich auf viele Aspekte dieses
Vogels, angefangen vom Freileben über die Beschreibung bis hin zur Zucht
ein.
Artenschutz:
Rudolf K. Wagner
Junge Namibier gründen ersten Club zum Schutz der Umwelt
Inhalt:
Ein Lehrer, der beim illegalen Fangen von
Wildtieren erwischt wurde, war der Auslöser für eine Gruppe von 15
jungen Namibiern aus dem Ort Makena im Ndiyona-Wahlkreis der
Kavango-Region im Norden Namibias, einen Club zu gründen, der sich zum
Ziel gesetzt hat, das Verhältnis der Bevölkerung zur Tierwelt und zu den
Naturschätzen der Region zu verbessern und bei ihr ein Umweltbewusstsein
zu entwickeln.
Die Motivation der jungen Leute ist, den Tourismus zu stärken, um damit
eine nachhaltige Entwicklung für die Gemeinden und ihre Einwohner zu fördern.
Eine einmalige Vogelwelt, Nilpferde, Krokodile und eine noch weitgehend
intakte Natur im nahe gelegenen Kaudom Park könnten Grundlage für eine
derartige Entwicklung sein.
Dabei wird es wichtig sein, der Natur die Möglichkeit zu geben, sich zu
regenerieren, die Haltung der Menschen gegenüber der Umwelt zu verändern
und ihnen Wissen zu vermitteln, um den massiven Druck auf Flora und Fauna
durch die Einheimischen und ihre Viehherden zu mindern.
Lesen Sie hier über Motivation und Probleme von
jungen Leuten aus Namibia, die einen Club zum Schutz der Umwelt gegründet
haben.
Reisebericht:
Lars Lepperhoff
Unter Pygmäen, Okapis und Graupapageien
Inhalt:
Am folgenden Morgen, es hatte abends heftig geregnet, liefen wir wieder
noch im Dunkeln durch den Wald. Der Boden war glitschig, immer wieder
schlugen uns nasse Zweige ins Gesicht. Sterne leuchteten klar durch das
Kronendach. Plötzlich ertönte ein lauter Schrei. Die Pygmäen hielten
inne, sie vermuteten, dass ein Leopard (Panthera pardus) –
vielleicht „unser“ Leopard – ein Pinselohrschwein (Potamochoerus
porcus) erbeutet hatte. Der Schrei erstarb und wurde aus den
Baumkronen mit schrillen Affenrufen quittiert.
Es war immer etwas unheimlich, im Finstern auf die Lichtung zu gehen.
Waren noch Tiere da? Der Boden war stets voller frischer Spuren und
Losungen, die Tiere waren jedoch immer bereits wieder im schützenden Wald
verschwunden. Früher soll man hier auch tagsüber zahlreiche
Waldelefanten (Loxodonta africana cyclotis) bei der Aufnahme von
mineralhaltiger Erde beobachtet haben. Während des Krieges trieben aber
Wilderer ihr Unwesen, das hat die Elefanten scheu gemacht. Auf einem
unserer Märsche durch den Wald knackte und krachte es unmittelbar vor
uns, wir hatten einen Trupp Waldelefanten aufgeschreckt. Sie brachen durch
das Unterholz und suchten das Weite.
In diesem zweiten Teil erfahren Sie wie die Reise von Lars Lepperhoff
weitergeht.
Reisebericht:
Markus Kaufmann
Papageienbeobachtung auf Bonaire
Inhalt:
Im Herbst 2006 standen meine Frau und ich wieder einmal vor der
Aufgabe, unseren Jahresurlaub so zu gestalten, dass das Reiseziel unseren
beiden Hobbys, dem Tauchen und den Papageien, gerecht wird. Nach einigem
Stöbern im Internet fiel diesmal die Wahl auf die Insel Bonaire. So
machten wir uns Anfang Oktober auf, um dieses karibische Eiland sowohl
unter als auch über Wasser zu erkunden.
Bonaire zählt zu den „ABC-Inseln“ – Aruba, Bonaire und Curaçao.
Die beiden Letzteren bilden zusammen mit Saba, Sint Eustatius und Sint
Maarten die Niederländischen Antillen, die geographisch zu den Kleinen
Antillen gehören. Erreichbar ist Bonaire von Deutschland aus praktisch
nur mit der niederländischen Fluggesellschaft KLM via Amsterdam, dies
jedoch immerhin zweimal täglich.
Herr Kaufmann erzählt über seine interessante Reise auf die Insel
Bonaire
Kleinanzeigen:
Im Kleinanzeigenteil der Zeitung haben Abonnenten
Gelegenheit, kostenlos ihre Papageien anzubieten, zu tauschen oder zu
suchen bzw. Kontakt mit anderen Papageienfreunden aufzunehmen.
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