PAPAGEIEN

11/2007 (November)

 

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Nachrichten:

  • Der Bahuaja-Sonene-Nationalpark in Südost-Peru soll verkleinert werden
  • Der falbe Braunohrsittich
  • Dr. Rinke verlässt Vogelpark Walsrode
  • Der bekannteste Papagei der Welt ist tot
  • Kakadus als Plagegeister in Perth
  • Die Rückkehr des Rubinloris auf Atiu
  • Aktuelles aus dem Loro Parque
  • Neues vom Vogelpark Walsrode

Zucht:

Beate Jonas & Thorsten Jonas

Der Mittlere Gelbhaubenkakadu

Inhalt: 

Der Mittlere Gelbhaubenkakadu (Cacatua sulphurea abbotti) ist eine der vier Unterarten des Gelbwangenkakadus (Cacatua sulphurea). Er ist auf der indonesischen Insel Salembu Besar beheimatet.
Beschreibung
Die Vögel sind mit einer Gesamtlänge von etwa 40 cm recht imposante Erscheinungen. Die Grundfärbung des Gefieders ist weiß, die Ohrdecken sind blassgelb, und die Federhaube ist kräftig gelb. Die Unterseite der Schwungfedern und des Schwanzes sind gelb verwaschen. Die Füße sind grau, der Schnabel ist schwarz. Der nackte Augenring ist weißlich und die Iris je nach Geschlecht rot (Weibchen) oder dunkelbraun (Männchen). Auch die Schnabelgröße unterscheidet sich; beim Männchen ist der Schnabel etwas größer als beim Weibchen.

Welche Erfahrungen die Autoren bei der Haltung und Zucht gemacht haben, lesen Sie in diesem Bericht.


Praxistipp:

Klemens Kluck

Bewegliche Sitzgelegenheiten für Papageien

Inhalt: 

Papageienliebhaber haben verschiedene Ideen zur Ausstattung der Volieren mit Sitzgelegenheiten verwirklicht. Es werden Seile angebracht, Sitzstangen als Schaukeln, Äste an beiden Enden fest verankert oder Baumscheiben an einer Kette aufgehängt. Seile beispielsweise halte ich in meinen Volieren nicht für praktikabel, da ich im Münsterland wohne, wo es viel regnet und es im Frühling und Herbst oft neblig und trüb ist. Die Seile sind häufig tagelang nass und daher anfällig für einen Befall mit Pilzen, so dass sie bald vor sich hinmodern.

Herr Kluck beschreibt, wie er bewegliche Sitzgelegenheiten für seine Papageien in seinen Volieren angebracht hat. 


Zucht:

Siegfried Wiek

Der Stanleysittich 

Inhalt: 

Der Stanleysittich (Platycercus icterotis) ist der kleinste, leiseste und friedlichste Plattschweifsittich, sein Wesen ist einfach angenehm. Durch seine melodische, flötende Stimme und seine hübschen Farben hat er viele Liebhaber gefunden.
Wie schon bei anderen australischen Sittichen war es wieder der Londoner Zoo, der 1864 die ersten Stanleysittiche dem Publikum präsentierte. Sie gehören zur Gattung Eigentliche Plattschweifsittiche (Platycercus), die in je nach Autor sechs bis acht Arten Australien einschließlich Tasmanien und einiger Inseln in der Bass-Straße bewohnen. Die Arten lassen sich aufteilen in die weißwangigen, die blauwangigen und die gelbwangigen Spezies, wobei zu letzterer Gruppe nur der Stanleysittich gehört. Sein Verbreitungsareal in Südwest-Australien ist von den Wohngebieten der anderen Spezies isoliert, und die Tiere unterscheiden sich in einigen Merkmalen deutlich von den Gattungsgenossen: Stanleysittiche sind auffallend kleiner als die anderen Arten, Männchen und Weibchen zeigen in der Gefiederfärbung einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus, und die Jungen haben ein Jugendgefieder, das sie von den Alttieren unterscheidet (in letzterem Merkmal besteht eine Ähnlichkeit zum Pennantsittich [P. e. elegans]). Die Rufe und der flatternde Flug erinnern an die Vertreter der Gattung Psephotus, und Forshaw (2003) sieht den Stanleysittich als Bindeglied zwischen diesen beiden nah verwandten Gattungen. Kennzeichen für die Platycercus-Arten ist neben der farblich abgesetzten Wangenregion die Schuppenzeichnung des Rückens.

In seinem Artikel geht Herr Wiek ausführlich auf viele Aspekte dieses Vogels, angefangen vom Freileben über die Beschreibung bis hin zur Zucht ein.


Artenschutz:

Rudolf K. Wagner

Junge Namibier gründen ersten Club zum Schutz der Umwelt

Inhalt: 

Ein Lehrer, der beim illegalen Fangen von Wildtieren erwischt wurde, war der Auslöser für eine Gruppe von 15 jungen Namibiern aus dem Ort Makena im Ndiyona-Wahlkreis der Kavango-Region im Norden Namibias, einen Club zu gründen, der sich zum Ziel gesetzt hat, das Verhältnis der Bevölkerung zur Tierwelt und zu den Naturschätzen der Region zu verbessern und bei ihr ein Umweltbewusstsein zu entwickeln.
Die Motivation der jungen Leute ist, den Tourismus zu stärken, um damit eine nachhaltige Entwicklung für die Gemeinden und ihre Einwohner zu fördern. Eine einmalige Vogelwelt, Nilpferde, Krokodile und eine noch weitgehend intakte Natur im nahe gelegenen Kaudom Park könnten Grundlage für eine derartige Entwicklung sein.
Dabei wird es wichtig sein, der Natur die Möglichkeit zu geben, sich zu regenerieren, die Haltung der Menschen gegenüber der Umwelt zu verändern und ihnen Wissen zu vermitteln, um den massiven Druck auf Flora und Fauna durch die Einheimischen und ihre Viehherden zu mindern.

Lesen Sie hier über Motivation und Probleme von jungen Leuten aus Namibia, die einen Club zum Schutz der Umwelt gegründet haben.


Reisebericht:

Lars Lepperhoff

Unter Pygmäen, Okapis und Graupapageien

Inhalt: 

Am folgenden Morgen, es hatte abends heftig geregnet, liefen wir wieder noch im Dunkeln durch den Wald. Der Boden war glitschig, immer wieder schlugen uns nasse Zweige ins Gesicht. Sterne leuchteten klar durch das Kronendach. Plötzlich ertönte ein lauter Schrei. Die Pygmäen hielten inne, sie vermuteten, dass ein Leopard (Panthera pardus) – vielleicht „unser“ Leopard – ein Pinselohrschwein (Potamochoerus porcus) erbeutet hatte. Der Schrei erstarb und wurde aus den Baumkronen mit schrillen Affenrufen quittiert. 

Es war immer etwas unheimlich, im Finstern auf die Lichtung zu gehen. Waren noch Tiere da? Der Boden war stets voller frischer Spuren und Losungen, die Tiere waren jedoch immer bereits wieder im schützenden Wald verschwunden. Früher soll man hier auch tagsüber zahlreiche Waldelefanten (Loxodonta africana cyclotis) bei der Aufnahme von mineralhaltiger Erde beobachtet haben. Während des Krieges trieben aber Wilderer ihr Unwesen, das hat die Elefanten scheu gemacht. Auf einem unserer Märsche durch den Wald knackte und krachte es unmittelbar vor uns, wir hatten einen Trupp Waldelefanten aufgeschreckt. Sie brachen durch das Unterholz und suchten das Weite. 

In diesem zweiten Teil erfahren Sie wie die Reise von Lars Lepperhoff weitergeht.


Reisebericht:

Markus Kaufmann

Papageienbeobachtung auf Bonaire

Inhalt: 

Im Herbst 2006 standen meine Frau und ich wieder einmal vor der Aufgabe, unseren Jahresurlaub so zu gestalten, dass das Reiseziel unseren beiden Hobbys, dem Tauchen und den Papageien, gerecht wird. Nach einigem Stöbern im Internet fiel diesmal die Wahl auf die Insel Bonaire. So machten wir uns Anfang Oktober auf, um dieses karibische Eiland sowohl unter als auch über Wasser zu erkunden. 

Bonaire zählt zu den „ABC-Inseln“ – Aruba, Bonaire und Curaçao. Die beiden Letzteren bilden zusammen mit Saba, Sint Eustatius und Sint Maarten die Niederländischen Antillen, die geographisch zu den Kleinen Antillen gehören. Erreichbar ist Bonaire von Deutschland aus praktisch nur mit der niederländischen Fluggesellschaft KLM via Amsterdam, dies jedoch immerhin zweimal täglich.

Herr Kaufmann erzählt über seine interessante Reise auf die Insel Bonaire 


Kleinanzeigen:

Im Kleinanzeigenteil der Zeitung haben Abonnenten Gelegenheit, kostenlos ihre Papageien anzubieten, zu tauschen oder zu suchen bzw. Kontakt mit anderen Papageienfreunden aufzunehmen. 


Arndt-Verlag
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