PAPAGEIEN

8/2007 (August)

 

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Nachrichten:

  • Sachmangel beim Kauf eines Tieres
  • Tagung der IG Plattschweifsittiche
  • 4. Europäisches Edelsittichtreffen
  • Papageien in Mexiko konfisziert
  • Zum 300. Geburtstag Carls von Linné
  • Ursache des rätselhaften Massensterbens der Porphyrkopfloris geklärt
  • Das H5N1-Virus meldet sich zurück
  • Gemeinsame Erklärung von AZ,DKB und VZE
  • Aktuelles aus dem Loro Parque
  • 33. AFA Convention in Los Angeles

Haltung:

Simon Bruslund Jensen, Ryan Watson & Dr. Sven Hammer

Lear-Aras in der Al Wabra Wildlife Preservation (AWWP)

Teil 2: Handaufzucht und Jungvogelentwicklung

Inhalt: Fortsetzung aus PAPAGEIEN 7/2007)
Balzverhalten wie Partnerfüttern oder Kopulationen konnten nur in einem kurzen Zeitraum unmittelbar vor dem ersten Brutversuch des Paares Lear-Aras (Anodorhynchus leari) beobachtet werden, Paarbindungsverhalten war weitaus seltener als bei anderen Ara-Paaren in Al Wabra zu sehen. Bei unseren Lear-Ara-Paaren ist körperlicher Kontakt zwischen den Partnervögeln relativ selten, der Rufkontakt ist jedoch sehr ausgeprägt. Die Tiere rufen häufig lautstark gemeinsam, ein Verhalten, das man auch aus dem Freiland kennt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Aras zeigte das Brutpaar gegenüber den Pflegern kein aggressives Verhalten. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass die Vögel ziemlich scheu sind. 


Im zweiten Teil gehen die Autoren auf die Handaufzucht und auf die Entwicklung der Jungvögel des Lear -Aras ein, z.B. Gewichtszunahme, Temperaturmessung usw. 


Porträt:

Jörg Asmus

Der Rotachselpapagei - ein seltener Pflegling

Inhalt: In meinem Bericht möchte ich einen kleinen Papagei vorstellen, der derzeit höchst selten in Menschenobhut gehalten wird und der ein sehr anspruchsvoller und heikler Pflegling ist: den Rotachselpapagei Psittinus cyanurus (Forster, 1795). Mit den nachfolgenden Informationen verfolge ich ein bestimmtes Ziel, auf das ich später eingehen werde. Ich hoffe, dass Besitzer dieser herrlichen Vögel den Beitrag mit Interesse lesen, aus den Ausführungen eine Notwendigkeit zum Handeln erkennen und ihre eigenen, hoffentlich positiven Schlüsse daraus ziehen werden.

Der Rotachselpapagei wurde im Jahr 1795 von Johann Reinhold Forster
(*22. Oktober 1729 in Dirschau, Preußen [Tczew, Polen]; † 9. Dezember 1798 in Halle a. d. Saale) in dem Werk „Faunula Indica“ erstmals wissenschaftlich beschrieben. Forster, ein äußerst vielseitiger Naturwissenschaftler, war ein Anhänger von Carl von Linné und dessen binärer Nomenklatur. 1772 nahm Forster an James Cooks zweiter Südsee-Reise an Bord des Segelschiffs „Resolution“ teil. 

Jörg Asmus berichtet über die Einordnung der Rotachselpapageien im Jahre 1868, deren Einfuhr nach Europa und der Entwicklung im Laufe der Jahre. 


Taxonomie

Dr. Ina Pfeiffer & Peter Welcke

Untersuchungen zur molekulargenetischen Unterartidentifizierung am Beispiel des Graukopfpapageis 

Inhalt: Ein in letzter Zeit immer wichtigeres Anliegen für den Papageienzüchter ist die Vermeidung von Verpaarungen unterschiedlicher Unterarten einer Papageienart. Dies ist in einigen Fällen, in denen zwischen den Subspezies eindeutige morphologische und/oder Farbunterschiede vorhanden sind, relativ leicht möglich. Oft sind die Unterschiede jedoch sehr gering, so dass die visuelle Identifikation, die zudem noch durch das Auftreten von Hybriden erschwert werden kann, außerordentlich problematisch ist.

Eines dieser Beispiele ist der Graukopfpapagei (Poicephalus fuscicollis), dessen beide Unterarten Kuhls Graukopfpapagei (P. f. fuscicollis) und Reichenows Graukopfpapagei (P. f. suahelicus) nur durch die geografische Herkunft der Vögel (falls diese bekannt sein sollte) und durch einige wenige geringfügige morphologische und farbliche Unterschiede einzuordnen sind. 

Die Autoren gehen in diesem Bericht z.B. auf die Frage, wie sich die genetischen Unterschiede auf Populationsniveau darstellen oder wie die genetischen Unterschiede nachgewiesen werden, ein.


Zucht:

Peter Szymczak

Haltung und Zucht des Smaragdsittichs

Inhalt: Seit vielen Jahren halte und züchte ich Papageienvögel. Waren es zu DDR-Zeiten vorwiegend die australischen Sittiche und die afrikanischen Agaporniden, so sind nach der Wende auch südamerikanische Sittiche in meine Volieren eingezogen.
Nur wenige Arten der südamerikanischen Sittiche wurden in der damaligen DDR gehalten, und dementsprechend schwierig war es, von diesen Vögeln Nachzuchttiere zu erwerben. Jede neue Spezies, die ich damals sah, rief bei mir Bewunderung hervor, denn in ihren Verhaltensweisen unterscheiden sich die Tiere doch deutlich von den Sittichen Australiens.

Der Bericht handelt von der Aufzucht von Jungvögeln des Smaragdsittichs und wie sich der Bestand im Laufe der Jahre erhöht hat.


Kulturgeschichte:

Werner Lantermann

Papageien als Gemäldemotiv im deutschen Impressionismus

Inhalt: Papageien sind gelegentlich als Motive auf Gemälden anzutreffen - meist eher nebenher und als schmückendes Beiwerk, seltener dagegen als Hauptthemen, die im Mittelpunkt der Darstellung stehen (Lantermann & Behr 1999). Einige wichtige Gemälde, die das Papageienmotiv thematisieren, sind im deutschen Impressionismus entstanden und untrennbar mit den Namen Max Liebermann (1847-1935) und Max Slevogt (1868-1932) verbunden. Die vorliegende Arbeit stellt die wichtigsten Papageien-Arbeiten beider Maler vor und bemüht sich um eine kunstgeschichtliche und kulturhistorische Einordnung. Der kunstgeschichtliche Teil stützt sich wesentlich auf die Darstellungen von Busch (1986), Eberle (1995), Hansen (1995) und Imiela (1968). 

Werner Lantermann schreibt über den deutschen Impressionismus und die Tiergärtnerei während dieser Zeit.


Reisebericht:

Marion Wiegel

Vogelreise nach Mauritius

Inhalt: Auf der Suche nach einem Winterurlaubsziel mit Sonne, Strand und Meer, wo möglichst auch noch Papageien und andere Vögel zu beobachten sind, kam ich recht schnell auf die Insel Mauritius, die Heimat des Echosittichs (Psittacula echo).

Mauritius liegt mitten im Indischen Ozean und war zunächst französische und später englische Kolonie. Diese Insel hat eine einzigartige Natur und viele endemische Tier- und Pflanzenarten. Leider sind viele dieser Spezies sehr selten geworden und manche auch vom Aussterben bedroht, einige bereits für immer verschwunden. Mauritius steht auch für das „berühmteste“ ausgestorbene Tier: den flugunfähigen Dodo (Raphus cucullatus).
 

Frau Wiegel erzählt in ihrem Bericht über ihre Erlebnisse und Beobachtungen auf Mauritius.


Kleinanzeigen:

Im Kleinanzeigenteil der Zeitung haben Abonnenten Gelegenheit, kostenlos ihre Papageien anzubieten, zu tauschen oder zu suchen bzw. Kontakt mit anderen Papageienfreunden aufzunehmen. 


Arndt-Verlag
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